Etwa ein Dutzend SPD-Landesvorsitzende unterstützen Kandidatur
Platzeck soll neuer SPD-Vorsitzender werden

Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck soll als neuer SPD-Vorsitzender nominiert werden.

HB BERLIN. Darauf verständigten sich am Dienstagabend mehrere SPD-Spitzenpolitiker in Berlin nur einen Tag nach der Rücktrittsankündigung von Franz Müntefering, wie Platzeck anschließend mitteilte. Er sprach von einer großen Ehre.

Die SPD-Spitze hatte angekündigt, mit einer raschen Nachfolgentscheidung die Führungskrise so schnell wie möglich beilegen zu wollen. Favoriten waren Platzeck und der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck. Vor dem Berliner Treffen hatte Beck angekündigt, er wolle sich mit Platzeck einvernehmlich einigen und den gemeinsamen Vorschlag am Mittwoch den SPD-Spitzengremien präsentieren. Der neue SPD-Chef soll Mitte November auf einem Parteitag in Karlsruhe gekürt werden.

Platzeck sagte, die in der Runde vertretenen, etwa ein Dutzend SPD-Landesvorsitzenden hätten seine Kandidatur unterstützt. Auch Beck solle in der Partei eine hervorgehobene Rolle spielen.

Müntefering hatte am Montag seinen Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt, nachdem er im Vorstand bei der Abstimmung über den neuen Generalsekretär eine schwere Niederlage erlitten hatte. Statt seinen Wunschkandidaten Kajo Wasserhövel nominierte das Gremium die Wortführerin der SPD-Linken, Andrea Nahles. Im Anschluss entbrannte eine Debatte über einen möglichen Linksruck der SPD.

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