EU-Energiekommissar Oettinger warnt Deutschland vor hohen Stromkosten

Hohe Stromkosten könnten zu einer Gefahr für den Standort Deutschland werden. EU-Energiekommissar Günther Oettinger warnt eindringlich vor einer Deindustrialisierung.
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EU-Energiekommissar Günter Oettinger sieht die Industrie aus Deutschland abziehen. Quelle: dpa

EU-Energiekommissar Günter Oettinger sieht die Industrie aus Deutschland abziehen.

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EU-Energiekommissar Günther Oettinger sieht in den steigenden Energiekosten eine akute Gefahr für den Industriestandort Deutschland. „Die hohen Strompreise haben die Deindustrialisierung Deutschlands jetzt schon eingeleitet“, sagte Oettinger dem Handelsblatt. „Für viele Produktionssparten, etwa Kunststoffe, Papier oder Industrietextilien, sind die Energiekosten noch vor den Arbeitskosten zur Hauptsorge geworden“, warnte Oettinger. Die Abwanderung von Unternehmen aus Deutschland habe deshalb bereits begonnen. Die Abgabenlast auf Strom sei mit über 40 Prozent zu hoch. Bedenklich sei vor allem, dass die Förderung von Erneuerbaren Energien den Stromkunden immer teurer komme.  Der Kommissar übte scharfe Kritik an dem „Durcheinander“ der deutschen Energiepolitik. Die Energiekonzepte von Bund und Länder seien überhaupt nicht aufeinander abgestimmt.  Umweltminister Altmaier und Energieminister Rösler müssten hier besser steuernd eingreifen.

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19 Kommentare zu "EU-Energiekommissar: Oettinger warnt Deutschland vor hohen Stromkosten"

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  • Verwechseln Sie bitte nicht öffentlichskeitswirksame Einzelaussagen und -fälle mit der Gesamtentwicklung!Offenbar hat der Strompreis keine großen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen gehabt! Der Anteil der Industrie am BIP ist in den letzten 20 Jahren nahezu gleich geblieben, eher ein wenig gestiegen. Was Sie beobachten, das ist normaler Strukturwandel. Ohne einen solchen wäre es nicht möglich, die industrielle Wertschöpfung zu erhalten. Wer in diesem Zusammenhang von De-Industrialisierung fabuliert, der hat entweder keine Ahnung oder er will die Öffentlichkeit täuschen!

  • Die Energiewende wird keine Arbeitsplätze kosten ......
    Metall und Chemiebetriebe , Verarbeitendes Gewerbe , Dienstleister und Kraftwerks betreiben haben uns nun das gegenteil bewiesen !
    In der Solarindustrie gehen die Unternehmen reihenweise Pleite , da werden die wegfallenden Arbeitsplätze nich aufgefangen werden können , wie von rot/grün wahrgesagt .
    Deutsche unternehmen investieren im ausland , während hier Kurzarbeit beantragt wird (Ford).
    Opel macht sicher bald nur noch die Buchhaltung in Deutschland .
    Trittin war sich nicht zu schade , immer wieder zu predigen das der Strom nicht teurer wird wenn die AKW s abgeschaltet werden , nun sieht es jeder selber an seiner Rechnung wie realistisch diese Grünen und Roten doch sind .
    Deutschland ist DAS Exportland Europas ja sogar der Welt , nun werden wir den letzten Akt dieser Vorführung sehen , wir exportieren weiter - unsere Arbeitsplätze !!!

    Aber das kommt eben dabei heraus, wenn man grünen Soziologen oder Melkerinnen aus Dessau etwas zutraut womit sie offensichtlich überfordert sind .

  • Wollen wir hoffen das es so bleibt , von den grünen bekommen sie sicher keinen ct für Energie .
    Die streichen ihnen auch wieder die Pendlerpauschale ...für H4 hatten sie noch nie viel übrig !

  • Naja, Opel geht ,weil in Deutschland die Produktionskosten ein Wettbewerbsfähiges Produkt nicht entstehen lassen können .
    Thyssen-Krupp
    Bayer
    .... Im Moment Profitieren alle großen Energieverbraucher noch von alten Verträgen .
    So konnten wir erst vor kurzem lesen , das Ford in Köln Kurzarbeit beantragte , während in Asien massiv investiert wird um das selbe Produkt zu bauen wie in Köln .

    Sicher ist der Energiepreis nicht der einzige Grund dafür wenn deutsche unternehmen abwandern , einer der wichtigsten aber mit Sicherheit !!!

  • Die De-Industrialisierung, die Hr. Öttinger hier meint zu sehen, die gibt es nicht! Oder wie können Sie erklären, dass Deutschland in den letzten 10 Jahren Leistungsbilanzüberschüsse von ca. 1.500 Mrd. Euro erwirtschaftet hat? Und das, obwohl sich der Strompreis in dieser Zeit verdoppelt hat.

    Der Anteil der Industrie an der inländischen Wertschöpfung ist doppelt so groß wie in Frankreich, Großbritannien und den USA, obwohl diese Länder deutlich niedrigere Strompreise haben?!

    Offensichtlich gibt es noch andere Faktoren, die hier eine Rolle spielen?!

  • Und wer bezahlt die Atomkraftwerksbetreiber? Nur die Millionäre?

    Und wer bezahlt, wenn es keine Atomkraftwerksbetreiber mehr gibt?

  • Stimmt, das könnte man ändern, z.B. durch einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz oder (bei H4-Empfängern) durch die Kostenübernahme der Staates (wie bei der Miete und den Heizkosten auch). Beides könnte Schwarz-Gelb sofort machen. Die regieren nämlich gerade, und nicht die Grünen?!

  • Naja, westlich von Paris gibt es ja auch nur Kühe?!

  • Das Kapitel" Energiewende "wird den gleichen Ausgang nehmen wie der Schulden-Euro .

    Der überstürzte AKW- Ausstieg ist der totale Wahnsinn .
    Weltweit werden neue AKW gebaut ,aber Merkel macht den Querschläger .Jetzt müssen Braunkohle- Kraftwerke angefahren werden ,damit ist natürlich die Öko-Bilanz
    durch diese Dreckschleuder im Eimer .Ebenso wird die Klimakatastrophe noch unberechenbarer werden .

    Alles was Merkel anpackt dient nur der Klientelpolitik .
    Die privaten Verbraucher stöhnen jetzt schon über hohe Stromkosten .Wer aber kann sich den teuren Ökostrom dann noch leisten ?

    In FR u. GB ist der Strom preiswert ,daß die Menschen mit
    Strom heizen .

    Durch das EEG werden Bauern u. Investoren zu Neureiche .

    Deutschland ist durch seine fanatischen Politiker zu einem
    Risikofaktor für die Bürger geworden in jeder Hinsicht .

  • Der Ausstieg aus der Kernenergie, den wir in Deutschland Energiewende nennen, war überstürzt und konzeptionslos.
    Wir legen zu Recht großen Wert darauf, wichtige gesellschaftliche Entscheidungen im Konsens zu treffen, dann muss man aber auch die Intelligenz – und den Mut – aufbringen, Fehlentwicklungen und Fehlentscheidungen zu korrigieren.

    Parteipolitische Balkonreden über erneuerbare Energien zu halten ist eine Sache, die Umsetzung eine vollkommen andere. Ohne Sachverstand und rechnen geht es nicht. Und Mathematik ist ja nicht gerade die Stärke in der politischen Diskussion. Bei jeder Partei. Leider.

    Ernst zu nehmende Schätzungen gehen von 300 Milliarden Euro für die sogenannte Energiewende aus bis 2050. Diese Kosten müssen zum einen Teil von der Industrie und zum anderen vom privaten Verbraucher aufgebracht werden. Da die Industrie durch qualifizierte Lobby-Arbeit eine Deckelung der Kostensteigerungen ausgehandelt hat, wird der Löwenanteil vom privaten Verbraucher zu zahlen sein.

    Und natürlich hat Forist ForzaEURO Recht, wenn er darauf hinweist, dass wir neben der De-Industrialisierung (wegen der Verlagerung der Großindustrie ins Ausland) massive soziale Spannungen erhalten werden: denn die niedrigen Einkommensgruppen und die Rentner und Senioren wird es besonders hart treffen. Denn die Energiekosten werden jährlich um 5 – 10% steigen, deren Einkommen nicht.
    Vielen scheint auch nicht klar zu sein, dass die Energiewende NICHT in Berlin oder in Brüssel umgesetzt wird, sondern in den Regionen/Bundes-Ländern vor Ort.

    Da wir derzeit die Strategie des Durchwurstelns ohne Masterplan haben, wird es wahrscheinlich noch schlimmer kommen.

    Die überstürzte vorgezogene Abschaltung funktionierender Analgen nach Fukushima war emotional verständlich aber falsch. Die geplante Abschaltung der restlichen Anlagen bis 2022 ist noch falscher. So werden wir weder die Energiewende schaffen noch die CO2-Ziele erreichen.

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