EU-Osterweiterung macht grenzüberschreitende Zusammenarbeit notwendig
IG Bau fordert härteres Vorgehen gegen Schwarzarbeit

Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen Schwarzarbeit reichten nicht aus. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Strafverfolgung müsse sicher gestellt werden, fordert die IG Bau.

HB BERLIN. Die Gewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IG Bau) fordert einen verstärkten Kampf gegen illegale Beschäftigung am Bau. Bereits heute arbeiteten mehr als 300.000 Schwarzarbeiter auf deutschen Baustellen, sagte IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel in Frankfurt am Main.

Gäbe es keine Schwarzarbeit am Bau, fänden 180.000 Arbeitslose wieder einen Job. Sollte die Bekämpfung der Schwarzarbeit nicht ausgeweitet werden, drohe ein weiterer Arbeitsplatzverlust am Bau, warnte Wiesehügel.

Zwar begrüßte Wiesehügel die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit. Angesichts der bevorstehenden EU-Osterweiterung müssten die Aktivitäten aber verstärkt werden: Vor allem die grenzüberschreitende Strafverfolgung, der multilaterale Austausch von Daten und die Vollstreckung von Bußbescheiden müssen sicher gestellt werden, mahnte Wiesehügel.

Zudem forderte er Unternehmen auf, mit den Gewerkschaften gegen Schwarzarbeit vorzugehen und notfalls auch Konkurrenten, die sich rechtswidrig verhalten, anzuzeigen.

Die Bundesregierung hatte vor einigen Monaten beschlossen, mit einer drastischen Erhöhung des Strafmaßes gegen illegale Beschäftigung vorzugehen.

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