EU setzt "falsche Bildungsanreize"
Handwerk warnt vor "Bildungsdumping"

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hält nichts von Plänen der EU, Berufsabschlüsse international anzuerkennen. Es drohe ein "Bildungsdumping".

HB BERLIN. Der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans-Eberhard Schleyer, hat vor den EU-Plänen zur internationalen Anerkennung von Berufsabschlüssen gewarnt. Ein solcher Schritt könne "dramatische Folgen" für den deutschen Arbeitsmarkt haben, sagte er dem Magazin "Focus".

Nach Schleyers Auffassung ist das Aus- und Weiterbildungs-System in der Bundesrepublik bedroht, sollte das EU-Parlament am kommenden Dienstag ein Prinzip verabschieden, das einheitlich für Elektriker, Ingenieure oder Krankenschwestern gilt.

Schleyer betonte, es setze falsche Bildungsanreize, wenn der hoch qualifizierte Handwerksmeister einem EU-Arbeiter gleichgestellt wird, der nur über zwei Jahre Berufserfahrung verfüge. "Es besteht die große Gefahr des Bildungsdumpings." Der ZDH-Generalsekretär appellierte an die Bundesregierung, auf Änderungen der EU-Vorlage zu drängen.

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