EU-Wegekostenrichtlinie
LKW-Maut soll um rund ein Viertel steigen

Noch vor zwei Wochen hatten sich Speditionsverbände mit der Regierung auf ein Vorgehen bei der Erhöhung der LKW-Maut geeinigt. Nun scheint der Kompromiss wieder hinfällig: Spediteure sollen für schwere Lkw auf deutschen Autobahnen ab dem nächsten Jahr deutlich mehr zahlen. Das könnte auch zulasten der Bürger gehen.

HB BERLIN. Die Gebühr soll nach dem Willen der Bundesregierung um gut ein Viertel steigen und damit noch stärker als zuletzt geplant. Statt wie bisher durchschnittlich 13,5 Cent pro Kilometer sind dann rund 17 Cent fällig, hieß es am Montag an mehreren Stellen aus Regierungskreisen.

Für den Bund bedeute dies Mehreinnahmen von rund 800 Millionen Euro, die in den Verkehrshaushalt fließen und überwiegend für den Straßenbau verwendet werden sollen.

Für die Bundesbürger könnte dies für viele Produkte Preissteigerungen bedeuten, da die Mehrkosten von den Speditionen umgelegt werden. Das Verkehrsministerium wollte sich zu den Details nicht äußern. Man sei aber zuversichtlich am Mittwoch im Kabinett eine Einigung zu erreichen.

Die höhere Maut passt sich damit an eine neue EU-Wegekostenrichtlinie an, die auch die Kosten für Straßenneubau, Grundstücke und Umweltschäden berücksichtigen soll.

Bereits vor rund zwei Wochen hatten sich Spediteure, Union und SPD sowie der Bund auf ein bereits seit langem geplantes Entlastungspaket von 350 Millionen Euro für deutsche Fuhrunternehmen verständigt. Im Gegenzug sollte die Maut auf 15 Cent steigen.

Mit der Umsetzung der Wegekostenrichtlinie kann sie nun auf rund 17 Cent weiter klettern. Der Beschluss soll mit in das zweite Klimaschutzpaket von Meseberg aufgenommen werden, dass die Regierung am Mittwoch im Kabinett verabschieden will.

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