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Euro-Debatte: Grüne werfen FDP Verschärfung der Krise vor

Jürgen Trittin wirft Wirtschaftsminister Rösler in der Euro-Diskussion mangelnde Sachkenntnis vor. Auch eine Sprecherin des EU-Währungskommissars zeigt sich gegenüber den Ideen des Ministers verhalten.

Grünen Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin wirft Rösler "von keiner Sachkenntnis getrübtes Geschwätz" vor. Quelle: dpa
Grünen Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin wirft Rösler "von keiner Sachkenntnis getrübtes Geschwätz" vor. Quelle: dpa

Berlin/BrüsselDie Grünen haben der FDP vorgeworfen, mit unausgegorenen Ideen die Turbulenzen im Euro-Raum zu verschärfen. „Das von keiner Sachkenntnis getrübte Geschwätz von Wirtschaftsminister Rösler und seines dampfplaudernden Vorgängers Brüderle droht die Krise zu verschärfen“, sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin am Mittwoch. Die Bundesregierung dagegen unterstrich ihre Einigkeit im Kampf gegen die Schuldenkrise. Eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms schloss Berlin gegenwärtig aus. Die EU-Kommission begrüßte die deutsche Forderung nach mehr Stabilität.

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Trittin warf FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle vor, mit seinen Forderungen nach einer Korrektur des jüngsten Euro-Gipfels den Wirtschaftsstandort Deutschland zu gefährden. Brüderle hatte nicht ausgeschlossen, dass die Griechenland-Beschlüsse noch einmal vom Bundestag nachgebessert werden könnten. Trittin glaubt, dass breite Teile der FDP nicht mehr hinter dem Euro-Kurs der Regierung stehen. „Im Sommerloch triumphiert die blau-gelbe Narrenfreiheit.“ Erneut forderten die Grünen gemeinsame Euro-Staatsanleihen, was Union und FDP aber unbedingt verhindern wollen.

Mehr Geld für den mit bis zu 750 Milliarden Euro gefüllten Euro-Rettungsschirm soll es laut Regierung nicht geben. „Dieser Topf ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Dementsprechend ist derzeit alles gesagt“, sagte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans. Das französische Finanzministerium hatte zuletzt signalisiert, bei Bedarf könne der Schirm aufgestockt werden.

  • 10.08.2011, 17:17 UhrMarkusZZ

    in deutschland wird jedenfalls die bereitschaft der bürger, steuern zu zahlen, bei massiver umverteilung von vermögen innerhalb der eu geringer werden...schliesslich werden die bürger hierzulande immer weniger von ihren steuerzahlungen zu sehen bekommen...wie sie schon geschrieben haben...bildungssystem, infrastruktur, etc.

  • 10.08.2011, 16:51 UhrAnonymer Benutzer: Kackbolzen

    Eurobonds kosten den deutschen Steuerzahler zusätzlich jedes Jahr mindestens 44 Mrd. Euro (Quelle: Wirtschaftsblatt). Wo kommen die her? Von Hartz4? Kürzung von Lehrer- und Beamtengehältern? Noch mehr Löcher in den Straßen? Verkommende Universitäten? Museale Krankenhäuser? Oder wird von der EZB Geld gedruckt, bis es kracht?

    Wer Eurobonds fordert, der hat sie nicht verstanden. So dumm kann niemand sein. Kein Wunder, dass der Planwirtschaftsweise Bofinger mit den Dingern anfing. Jetzt, wo niemanden mehr etwas einfällt und der Euro als "politisches Projekt" sakrosankt ist, wird der Volkssturm, die Wunderwaffe Eurobonds ins Gespräch gebracht. Das ist dann das endgültige Ende - da haben wir dann in äußerst kurzer Zeit den deutschen Staatsbankrott; denn, warum sollte noch jemand sparen wollen? Wenn es zinsverbilligt Geld gibt (außer natürlich für Deutschland)? Und wenn der Markt dann merkt, dass Eurobonds mit der impliziten Garantie Deutschlands für ALLE SCHULDEN EUROPAS daran zerbricht, dann ist in der Tat der Stab gebrochen und eine neue Stunde NULL kommt. Schön eingefädelt von dummdreisten, ignoranten, arroganten Politikern. Und Claqueren, die nur an morgen denken, aber nicht an übermorgen.
    Widerlich!

  • 10.08.2011, 16:43 UhrMarkusZZ

    es mag sein, dass der vorschlag von der fdp nicht weit genug greift...aber eurobonds würden deutschland sicher mehr schaden..auf die damit verbundenen anreize kommt es an...

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