Euro-Finanzminister: Spanien erhält Hilfen für marode Banken

Euro-Finanzminister
Spanien erhält Hilfen für marode Banken

Spanien bekommt für seine Krisenbanken fast 40 Milliarden Euro Kredite. Das ebenfalls von einer Bankenkrise erschütterte Zypern soll bald ein Hilfsprogramm bekommen. Beschlüsse zu Griechenland gibt es nächste Woche.
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BrüsselDie maroden Banken Spaniens erhalten aus dem Euro-Rettungsschirm Finanzspritzen von 39,5 Milliarden Euro. Das teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker nach Beratungen am Montagabend in Brüssel mit. Die Hilfen sollen Mitte kommender Woche fließen. Madrid hatte zuvor offiziell die Darlehen beantragt, die bereits im Juli pauschal in Aussicht gestellt wurden.

Der Chef des Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, sagte, es gehe um die Rekapitalisierung von Banken. Die Hilfen sollten zum spanischen Bankenrettungsfonds Frob in Form von besonderen ESM-Anleihen transferiert werden, nicht als Bargeld. Details würden zu einem späteren Zeitpunkt erläutert.

Das rezessionsgeschüttelte Spanien hat entgegen zahlreicher Spekulationen bisher keine Hilfen für den Gesamtstaat beantragt. EU-Währungskommissar Olli Rehn signalisierte, für diesen Fall gerüstet zu sein: „Die Kommission ist bereit zu handeln.“

Juncker äußerte sich nicht im Detail zu dem griechischen Schuldenrückkauf. Er sei zuversichtlich, dass die Eurogruppe bei einem Sondertreffen unmittelbar vor Beginn des EU-Gipfels am 13. Dezember wie geplant Hilfen an Athen von insgesamt rund 44 Milliarden Euro endgültig freigeben werde. Für den in das Hilfsprogramm eingebundenen Internationalen Währungsfonds IWF ist ein abgeschlossener Schuldenrückkauf Voraussetzung zur Auszahlung weiterer Kreditraten.

Private Investoren, die griechische Staatspapiere mit langen Laufzeiten halten, können diese seit Montag loswerden - allerdings zu einem Bruchteil des ursprünglichen Werts. Der Rückkauf gehört zu einem größeren Paket zur langfristigen Schuldensenkung in Athen - es wurde vor einer Woche von den Kassenhütern auf den Weg gebracht. Viele von ihnen äußerten sich zuversichtlich, dass die Aktion gelingen wird. „Ich habe keinen Anlass zur Annahme, dass dies nicht erfolgreich sein sollte“, sagte der irische Finanzminister Michael Noonan.

Die Minister werden am 13. Dezember auch erneut über Zypern beraten, das ein Hilfsprogramm von etwa 17,5 Milliarden Euro braucht. Zyperns Banken litten erheblich unter dem Schuldenschnitt für Privatgläubiger Griechenlands vom vergangenen Frühjahr.

Juncker bekräftigte frühere Ankündigungen, wonach er bald sein Amt als Vorsitzender der Euro-Finanzminister niederlegen will. „Ich habe sie (die Minister) gebeten, einen anderen Minister zu benennen.“ Der luxemburgische Premier hatte zwar im Juli ein neues Mandat als Eurogruppenvorsitzender angetreten, aber schon damals gesagt, nur bis zum Jahresende oder bis Anfang nächsten Jahres amtieren zu wollen. Juncker führt die Euro-Kassenhüter seit 2005. Er äußerte sich nicht auf die Frage, ob er Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als Nachfolger an der Eurogruppenspitze empfehle.

 

Kommentare zu "Spanien erhält Hilfen für marode Banken"

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  • Dank ESM ist nun alles möglich. da saust der Artikel 122, 125, 52, und OMT, sowie ELA herum, damit nun bei extremen Szenarien (obwohl Krise vorbei, haha) mit unbegrenzten Billionen geholfen werden kann. natürlich ohne Auflagen und Sicherheiten. da wird es nicht lange dauern und dann kommt frankreich, italien Spanien die2. usw.? bis zum St nimmerlein

  • @ cologne1980,
    Warum wir den Euro retten?
    Darum:
    1. Wir Deutsche leben z.Z. wie Gott in Frankreich und z.T. auf Kosten der schwächeren EU-Länder die sich gegen unsere Exportlawine wegen der EU-Verträge (Freihandelszone) nicht wehren können und nicht wehren dürfen. Somit können wir unsere Arbeitslosigkeit dank unseres Leistungsbilanzüberschusses exportieren (16 Milliarden im Schnitt PRO MONAT und das seit circa 17 Jahren)
    2. Die paar Milliarden die wir jährlich netto an Brüssel zahlen müssen sind Peanuts im Verhältnis zum Leistungsbilanzüberschuss den wir durch unseren Mitgliedsbeitrag an Brüssel (EU) realisieren dürfen und können.
    3. Den meisten Deutsche geht es besser als anderen EU-Bürger, außerdem ist es egal wie es den anderen EU-Ländern geht, und wenn in Griechenland, Spanien und Portugal, bals auch Italien und Frankreich die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 50% liegt, wen juckt denn das? Den Herrn Weidmann, Sarrazin, Stark bestimmt nicht und mich und Sie schon gar nicht!
    4. Eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse wurde in den EU-Verträge nie vereinbart, also sollen die arme Länder immer ärmer werden und die reiche immer reicher. So verstehe ich die von der deutsch-französische Achse diktierte EU-Verträge.
    5. Sollte uns etwa nicht passen dann können wir aus der EU und EURO austreten, wir werden nicht unbedingt gebraucht. Zur Zeit des Römischen Reiches hat Germanien auch nicht zu Europa gehört!
    Und da lief in Europa alles bestens, ohne uns!
    Also?
    Wie war Deine Frage?
    Ah ja! Warum wir den Euro retten müssen?
    Müssen wir nicht! Wir wollen es retten, weil es für uns besser ist!

  • "Ja, wir laufen auf einen Volksaufstand hin."

    Das glaube ich nicht. Wir SCHREIBEN doch alle nur. Und die meisten anderen verstehen gar nicht, was vor sich geht.

  • “Von Zeit zu Zeit muss der Baum der Freiheit, mit dem Blut von Patrioten begossen werden.” (Abraham Lincoln)

  • Ichbinsdoch
    Ja, wir laufen auf einen Volksaufstand hin.
    Der wird kommen so sicher wie das Amen in der Kirche
    Die nächsten Steuererhöhungen hat DDR-Merkel ganz sicher schon in der Schublade.
    Aber auch der dümsmte deutsche Michl wacht irgendwann auf und dann wird es schlimm

  • Liebes Handelsblatt - Erklärungsbedarf.

    Wie wäre es mal mit einem Artikel der uns, zumindest mir, Laien anschaulich beschreibt, warum der Euro gerettet werden soll.
    - Welche Verbindlichkeiten, Abkommen und Machenschaften stecken denn dahinter?
    - Und vll. kann man auch mal gegenüberstellen, was Deutschland die Rückkehr zur D-Mark kosten würde, oder was passiert, wenn man den Euro nur auf die solventen Kernländer beschränkt?
    - Regen sich die Menschen in den anderen Geld leihenden Euroländern auch so auf, oder wie wird dort mit der Eurorettung umgegangen?

  • Wer soll sonst den spanischen Unternehmen Geld leihen - die hervorragend aufgestellten staatlichen Landesbanken? Oder der mit Geld noch viel besser umgehende Staat selbst? Frau Wagenknecht und Herr Lafontaine sind bestimmt begnadete Geldleiher...(und ihren spanischen Pendants traue ich ähnlich viel zu, sieht man ja an der sozialistischen Vorgängerregierung)

  • JA!
    Das wird kommen. Wir werden uns nur noch mit Gewalt unser Recht, unsere Freiheit und unser Vermögen zurück holen können, denn die, die uns berauben, kennen keine Skrupel und haben ihr System des Betruges europaweit wasserdicht gemacht. Bürger können sich mit legalen Mittel nicht mehr wehren, siehe Entscheidungen de BVerG und vor wenigen Tagen des EUGH gegen den irischen Abgeordneten.

  • Leider wahr. Da tröstet es auch kaum, dass die Herschenden ihre Untergeben schon immer ausgepresst haben. Die einzige Chance, solche Missstände zu beheben ist leider das Gegenteil von Frieden. Nur wenn das Volk seine Masse einsetzt kann es für die Regierenden eng werden.

    Aber in Deutschland sind wir davon noch weit entfernt. Im Gegenteil, unsere oberste Sklavenhalterin ist angeblich bei ca. 70% der Sklaven beliebt.

  • was ist mit mit den Milliarden für Zypern? Auch schon ganz stickum durchgewunken?

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