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Euro-Gruppe: Frankreich zieht gegen Schäuble ins Feld

Die Chancen von Finanzminister Wolfgang Schäuble auf den Posten des Euro-Gruppen-Chefs sind kleiner geworden. Seit dem Sieg der Sozialisten beansprucht Frankreich immer stärker eine führende Rolle in der Euro-Zone.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (rechts, CDU) im Gespräch mit dem Euro-Gruppenchef und Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Quelle: dpa
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (rechts, CDU) im Gespräch mit dem Euro-Gruppenchef und Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Quelle: dpa

Berlin/ParisBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) muss offenbar mit hartem Widerstand aus Frankreich gegen seine Kandidatur als Chef der Euro-Gruppe rechnen. Inzwischen hält man es in der Bundesregierung für unwahrscheinlich, dass Schäuble bei dieser Position zum Zuge kommt. Dies bedeutet zugleich einen weiteren schweren Rückschlag für die deutsche Politik im Ringen um die europäischen Top-Jobs.

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In den vergangenen Monaten waren bereits bei der Besetzung der Spitzen von Europäischer Zentralbank (EZB) und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) keine deutschen Wunschkandidaten zum Zuge gekommen.

Zwei Entwicklungen, so heißt es in der Bundesregierung, erschweren die Beförderung Schäubles: Für die EBRD hatte man sich im Frühjahr - noch unter dem damaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy - auf einen französischen Kandidaten geeinigt - gewählt wurde aber ein Brite. Die Franzosen wollten also Kompensation.

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Zugleich sind nach dem Sieg der Sozialisten bei den Wahlen vergangenen Sonntag die Ambitionen von Präsident François Hollande offenbar gestiegen, in der Euro-Zone eine führende Rolle einzunehmen. Er arbeite, so heißt es bei deutschen Spitzendiplomaten, offenbar an einem großen Gesamtpaket zur Verbindung inhaltlicher und personalpolitischer Wünsche aus Paris.

Vergangene Woche richtete sich das französische Augenmerk zwar noch auf den Chefposten beim dauerhaften Rettungsschirm ESM. Jetzt soll es wohl doch eher der Vorsitz der Euro-Gruppe der Finanzminister sein, den Paris für sich beanspruchen will. Für den allerdings bewirbt sich seit Wochen Schäuble.

  • 04.07.2012, 17:47 UhrKlausHermle

    Ein schwerer Job ist es schon,das einzige Geberland gegen die
    geballten Interessen des Club Med zu vertreten.Warum sucht sich M. nicht international Verbündete,wenn sie von den "EU-Freunden" derart schamlos finanz- und personalpolitsch in die Ecke gedrängt wird.Wie wäre es damit,daß mit Nichtzahlung gedroht wird?Warum immer den Musterschüler spielen?Zahlt sich das aus? Gebiert die Eurogemeinschaft nicht genau den Haß und den Zwist,den Europa eigentlich verhindern soll?

  • 04.07.2012, 12:27 UhrMatthes

    Deutschland gibt aus Solidarität jede Einflussnahme auf. Es reicht ja, wenn Deutschland zahlt und alle Risiken trägt. Und die Richtung geben Hollande und seine Freunde aus den Schuldnerländern vor. Wen kann ich wählen, der diesem Unsinn ein Ende setzt?

  • 29.06.2012, 12:10 UhrDPS

    In Fußball und in der Politik zeigt Deutschland ihr schwächste Seite...

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