
BerlinDer Abbruch des Drohnenprojekts Euro Hawk war nach Einschätzung aus EADS-Kreisen unnötig. „Verteidigungsminister Thomas de Maizière könnte anordnen, dass die derzeitig existierende 'Demonstrator-Drohne' mit der vorläufigen Verkehrszulassung weiterfliegt“, sagte ein hochrangiger Vertreter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS am Dienstag. Eine endgültige militärische Zulassung sei dagegen tatsächlich nur mit Mehrkosten zu erreichen, da die militärische Zulassungsstelle in Deutschland zum Beispiel den amerikanischen Software-Standard des Euro Hawk nicht akzeptiere.
Die Mehrkosten für den zusätzlichen Zertifizierungsaufwand wie etwa das Umschreiben der Software habe der Drohnenhersteller Northrop Grumman in einer ersten Schätzung im Oktober 2012 auf etwa 200 Millionen Euro veranschlagt, hieß es. Einen Fixpreis könne das Unternehmen nicht nennen. Das Verteidigungsministerium geht dagegen von zusätzlichen Kosten in Höhe von 500 bis 600 Millionen Euro aus. „Wir wissen nicht, wie das Ministerium zu dieser Zahl kommt“, hieß es in EADS-Kreisen.
Das Verteidigungsministerium hatte das Projekt wegen der hohen Mehrkosten kürzlich gestoppt. Die Opposition wirft de Maizière vor, das Vorhaben zu spät beendet und deshalb Hunderte Millionen Euro in den Sand gesetzt zu haben. Die Drohne wurde vom US-Konzern Northrop Grumman gebaut, die Sensorik von der EADS-Tochter Cassidian.
Projektkosten: etwa 600 Mio. Euro (Quelle: Steuerzahlerbund)
Infrastruktur im Wert von 36,5 Mio. Euro wird seit 2011 auf dem Flugplatz Jagel vorgehalten
Keine Zulassung des Eurohawk für den Luftverkehr, Kosten für die Nachrüstung: 500 bis 800 Mio. Euro
Projekt beendet: keine weitere Beschaffung vorgesehen
Nicht die Technik sei jedoch das Problem, sondern allein die starren Vorschriften, hieß es in EADS-Kreisen. "Deutsche Gründlichkeit", kommentierte der EADS-Vertreter die komplizierten deutschen Zulassungsbestimmungen. Die Zulassungsbedingungen ändern könne de Maizière jedoch nicht. Die militärische Zulassungsstelle sei völlig unabhängig und nicht weisungsgebunden.
Der EADS-Vertreter widersprach zudem Medienberichten, wonach das fehlende Kollisionsschutzsystem ein Problem darstellt. Da die Drohne nicht im zivilen Luftraum zusammen mit anderen bemannten Flugzeugen fliegen solle, benötige sie auch kein spezielles Kollisionsschutzsystem für Drohnen, im Fachjargon „Sense-and-Avoid“-System genannt. Dieses sei auch nicht im Forderungskatalog an die Industrie enthalten gewesen.
„Es gibt auf der ganzen Welt keine Drohne dieser Größe, die zivil zugelassen ist“, hieß es. Eine zivile Zulassung sei auch gar nicht nötig, lediglich eine militärische, damit die Drohne sich oberhalb des zivilen Luftraums bewegen könne. Start und Landung müssten dann zwar im gesperrten Luftraum erfolgen. Sobald die Drohne aber ihre normale Flughöhe weit oberhalb des zivilen Luftverkehrs erreicht habe, könne sie sich frei bewegen.

Im Namen der Menschheit lassen Sie uns lieber die autonomen Killdrohnen international ächten und die Täter die mit handgesteuerten breits regelmäßig anonym töten verfolgen.

Ich vermute eher, dass die deutschen Volksverräter einem "Wunsch" der USA nachgekommen sind.
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