Euro-Krise
CDU will Schuldenländer aus dem Euro schmeißen

Ein Land, was die Schuldengrenze reißt, kann die Eurozone bislang nur freiwillig verlassen. Die CDU will Schuldenländer künftig aber auch rausschmeißen können - eine Position, die Angela Merkel nicht gefallen dürfte.
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BerlinDie CDU will bei einer Änderung der EU-Verträge nicht nur den Austritt eines überschuldeten Landes aus der Euro-Zone ermöglichen, sondern auch den Rausschmiss. Aus dem entsprechenden Antrag für den Parteitag ab Sonntag Abend in Leipzig, der dem Handelsblatt (Freitagsausgabe) vorliegt, wurde das entscheidende Wort "freiwillig" gestrichen.

Der entsprechende Passus, den die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel politisch nicht ignorieren könnte, lautet nun: "Sollte ein Mitgliedsstaat der Währungsunion dauerhaft nicht willens, oder in der Lage sein, die mit der gemeinsamen Währung verbundenen Regeln einzuhalten, muss ein Ausscheiden aus der Euro-Zone möglich sein, ohne die Europäische Union zu verlassen. Er wird den anderen Mitgliedsstaaten gleichgestellt, die nicht die Währung Euro haben." In der Ursprungsversion sollte das Ausscheiden nur freiwillig ermöglicht werden.

Das Thema dürfte beim CDU-Bundesparteitag kommende Woche eine zentrale Rolle spielen. In der Antragskommission für den Parteitag habe es darüber bereits eine heftige Debatte gegeben, erfuhr das Handelsblatt von Teilnehmern. Derzeit ist es im EU-Vertrag nicht vorgesehen, dass ein Land die Eurozone wieder verlässt.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Euro-Krise: CDU will Schuldenländer aus dem Euro schmeißen"

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  • "die Maastricht Vertraege ",
    Ungeachtet dessen, dass sie ja auch von allen Staaten mehr oder weniger penibel eingehalten werden, denke ich, dass die Vertragsänderung und noch mehr durchsetzbar wäre, wenn D hinter verschlossenen Türen konkret mit einem Euro-Austritt drohen würde.
    Das bessere Argument liefern Sie danach: Der "Mainstream" der CDU.

  • Das ist doch wirklich ein journalistischer Muell der nicht fuer das HB passt! Ein paar Rebellen der CDU aendern die Maastricht Vertraege nicht und werden auch den Main-Stream der CDU nicht aendern. Doch man muss sich schon fragen ob das HB die Linie verfolgt " Haettn's woll gerne".

  • Dieses „Skrupellose“ „Verblödete“ Gesülze ist nur noch unerträglich!
    .
    Hochbezahlte Flaschen vernichten alles was Millionen Menschen durch produktive Arbeit verdient haben.
    .
    Wohlgemerkt, UNGESTRAFT…
    .
    Ich bin für das kurzzeitige Einführen der „SCHARIA“,
    aber nur zur Bestrafung all der Politiker,
    die unser Land ruinieren!

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