Euro-Krisenmanagement
Ökonomen zerreißen Griechenland-Politik der Bundesregierung

Als „Symbolpolitik“ und „durchwursteln“ kanzeln Ökonomen die Griechenland-Politik der Bundesregierung ab. Für Unmut sorgt insbesondere, dass Banken an den Rettungskosten jetzt doch nur freiwillig beteiligt werden sollen.
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Düsseldorf/Berlin/LuxemburgDass sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Eurogruppen-Sitzung am Sonntag in Luxemburg mit seiner Forderung nach einer verbindlichen Privatsektor-Beteiligung bei der Griechenland-Rettung nicht durchsetzen konnte, sorgt für großen Unmut unter Ökonomen. „Eine freiwillige Beteiligung der privaten Investoren wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht substantiell sein. Denn wie soll ein Bankvorstand seinen Aktionären erklären, dass er freiwillig auf einen Teil der Ansprüche verzichtet? Diese Freiwilligkeit ist Symbolpolitik, die jeder durchschaut“, sagte der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Kai Carstensen, Handelsblatt Online.

Hintergrund ist ein zweites Hilfspaket von EU und Internationalem Währungsfonds für Athen. Umstritten ist insbesondere, ob und wie private Gläubiger beteiligt werden. Deutschland und Frankreich hatten sich zuletzt darauf verständigt, dass Banken und Versicherungen freiwillig einbezogen werden sollten. Doch dagegen regt sich vor allem im Deutschen Bundestag Widerstand. Befürchtet wird, dass am Ende der Steuerzahler den Großteil der Hilfen wird schultern müssen.

Carstensen sagte dazu: „Wenn die Bundesregierung es nicht schafft, konsequent und mit einheitlicher Stimme zu sprechen, können wir auch nicht erwarten, dass Europa es tut. Die Konsequenz ist ein Durchwursteln, das die Probleme nicht löst, sondern auf die Zukunft verschiebt.“ Der Ifo-Ökonom befürchtet, dass in einigen Jahren dann der größte Teil der griechischen Staatsschuld in den Händen der europäischen Nachbarstaaten und der EZB sein werde. „Spätestens dann wird wohl eine substantielle Umschuldung kommen - zulasten der Steuerzahler“, sagte Carstensen. „Statt über Steuersenkungen zu diskutieren, werden wir dann mühsam daran arbeiten, die deutschen Staatsschulden zu reduzieren.“

Verständnis für die Vorbehalte des Bundestags zeigte auch der renommierte Wormser Wirtschaftsprofessor Max Otte. „Denn es geht hier an die Wurzel der deutschen Staatsräson, des deutschen Selbstverständnisses und unserer finanzpolitischen Solidität“, sagte Otte Handelsblatt Online. „Solange eine Beteiligung privater Gläubiger freiwillig ist, wird der Beitrag eher symbolischer Natur sein. Das heißt auch, dass Deutschland und die starken EU-Länder dann weiterhin die überwiegende Last tragen müssen.“

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  • Antw auf Ron777
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    Sie haben vollkommen recht.
    Nur, die Diktatoren in Brüssel interessiert das nicht im Geringsten.Sie entscheiden, was für den Menschen gut ist, was er zu tun hat, was er als Lebensqualität anzusehen hat, zu akzetieren hat. Lebensqualität hat viele Gesichter, aber bitte, lassen wir jedem seine Vorstellung, was ihn beglückt. Diese EU beglückt niemanden mehr, sie sit ein gefürchtetes Ungeheuer geworden.
    Griechenland wurde von der EU-Brüssel- der Fianzmafia, den banken ,von unfähigen Politikern aller Parteien ruiniert, man hat sozusagen ins Messer laufen lassen.
    Jetzt kommen die Geier und teilen die Beute,
    GR ist buchtsäblich auf den Hund gekommen, weil sie den falschen Leuten geglaubt hat, Freunde und Feinde nicht erkannt hat. Die banken wollten doch nur helfen, nur Gutes- GR bekam alles-jetzt haben sie es- sie sind in die Schuldenfalle gtappt. Die Banken kassierten- die Staaten retten- der Steuerzahler zahlt EU_Sozialhilfe- und GR wird ausverkauft- endet in der Armut. Das ist der Preis für das Volk. Die Verantwortlichen prassen weiter auf hohem Ross. Sie haben sich geholfen!!!.
    Das Volk kann einem ja eigentlich leid tun, sie merken jetzt erst was da abgeht, wohin sie die Gangster gesteuert haben.Ja, mit Speck fängt man Mäuse.GR hat man buchstäblich "EIN"--gefangen. Aus mit der Freiheit über das Land.

  • Antwauf bergmann:
    Das ist schon an die Wand gefahren, die Abwahl hätte schon lange erfolgen müssen. War aber nicht. 2013 dürfte schon zu spät sein.
    Wer zuspät kommt, den bestraft das leben. Die Deutschen kamen zu spät, sie haben zuspät begriffen, sie haben zuspät das Wahlverhalten geändert, sie haben zuspät die Brille gewechselt, durch die sie die Verhältnisse betrachtet haben, zuspät die Notbremse gezogen.
    Jetzt sind die Taschen leer. Bundesland ist abgebrannt.Jetzt kann man nichts mehr retten. Das ist nicht Panikmache, sondern nackte Realität.
    Man kann sich nicht auf dauer selbst belügen, genau das haben die Politiker auch gemacht.
    Jetzt haben wir die Pest und Colera auf dem Hals.

  • Die führen sich auf wie die herren der Welt.
    mein Gott, wann verschwinden diese Gesichter, man kann sie nicht mehr sehen.
    Dieses Gehabe, dieses Hütchenspiel, es geht einem nur noch auf den Geist.
    Sie kommen sich wohl unheimlich wichtig und groß vor.
    Die wirkliche Intelligenz scheint ausgestorben zu sein.
    ich sehe jedenfalls in der Politik niemanden mehr, der Durchblick-Weitblick und Realitssinn hat, der tut, was getan werden muß und zwar für das Gemeinwohl- das Volk, nicht für 5% Auserwählte.
    Sie drücken sich und wenden sich wie ein Wurm an der Angel, statt endlich das zu tun, was angesichts der Fakten unvermeidbar ist.Wir brauchen keine Schwafler ala Merkel und Co, wir brauchen Leute, die erkennen was Sache ist und anpacken, auch wenn es erst mal hart ist-wird-, aber dann einen neuen Start und Perspektive ermöglicht. Auch wenn es was kostet, es ist am Ende das kleiner Übel.
    Alles "Dahinwurschtler ohne Hirn und Verstand.
    EU- "Europas Untergang". Sie haben die Schlinge um den Hals dieser Tage vollends zugezogen.

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