Euro-Rettung
Meister will großen Schirm aufspannen

Unionsfraktionsvize Michael Meister möchte den Euro-Rettungsschirm aufstocken. Wenn der Schirm beeindruckend groß ausfalle, werde ihn an den Finanzmärkten niemand testen wollen.
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BerlinUnionsfraktionsvize Michael Meister (CDU) hat sich für eine Aufstockung der Euro-Rettungsmittel ausgesprochen. Dabei sollten die Euro-Finanzminister bei ihrem Treffen am 30./31. März in Kopenhagen nicht zu zögerlich vorgehen.

„Sobald wir eine Debatte darüber haben, ob der Schirm groß genug ist, bekommen wir ein Problem“, sagte Meister dem Handelsblatt. Wenn der Schirm dagegen beeindruckend groß ausfalle, dann werde ihn an den Finanzmärkten niemand testen wollen. Ein großer Schirm biete Schutz vor einem Bürgschaftsausfall.

„Wenn wir wollen, dass die Europäische Zentralbank in aller Unabhängigkeit künftig weniger zur Euro-Rettung beitragen muss, dann muss die Politik mehr tun“, sagte Meister. „Die Zentralbank hat richtig gehandelt, aber dies sollte nur temporär sein“, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die rund eine Billion Euro an Liquidität, welche die EZB den Banken zinsgünstig bereitgestellt hat.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Euro-Rettung: Meister will großen Schirm aufspannen"

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  • Selten so ein kleinstgeistigen Schwachsinn gehört, Verzeihung.

    Was sitzt da eigentlich im Bundestag, ein Pfadfinderverein?

    Wenn ich schon "Rettungsschirm" höre, lauter Worthülsen.

    :-/

    Alles ist doch ganz einfach: Das Geld verschwindet, Bevölkerungen (die 95%), Gemeinden, Länder, Staaten in Europa nagen am Hungertuch.

    Wo ist es denn? Es wird nicht (in die Realwirtschaft) investiert, es wird auch nicht verkonsumiert. "Jemand" sitzt drauf. Oder ... das ganze Geld fließt aus Europa ab.... wahrscheinlich eine Mischung aus beidem.

    Man könnte auch sagen die Hochfinanz erdrosselt die europäische Realwelt. Und die Narren im Bundestag sehen zu.

  • Als Diplom-Mathematiker mag Herr Dr. Meister ein Großmeister sein.

    Leider verkennt er, wie vor ihm fast die gesamte Zunft der Finanz-Mathematiker, dass sich ökonomische Prozesse und Wechelwirkungen gerade nicht auf die Interpretation mathematischer Kennzahlen reduzieren lassen.

    Ein wenig Demut würde ihm daher gut zu Gesicht stehen ... oder optional: Nachsitzen ausserhalb des Bundestages!

  • @ Mazi,
    ein interessanter Link, der die Meinung griechischer Bürger zum Finanzdesaster vermittelt:
    http://www.nachdenkseiten.de/?feed=rss2
    Der Leserbrief 2. ist bemerkenswert und könnte für die Mehrheit der deutschen Bürger ebenso gelten.
    Hat zwar direkt mit diesem Thema nichts zu tun, aber es wird deutlich, dass "Schirme" kaum der Weisheit letzter Schluss sein können.

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