_

Euro-Rettungsfonds: Schäuble-Berater hält EFSF für zu klein

Die Skepsis über den Euro-Rettungsfonds EFSF wird auch von Ratgebern der Regierung geteilt. Deshalb wird nun eine Einbindung des IWF erwogen.

Schuldenkrise in der Euro-Zone. Quelle: dpa
Schuldenkrise in der Euro-Zone. Quelle: dpa

BerlinDer Finanzwissenschaftler Jörg Rocholl, Interimspräsident der privaten Wirtschaftshochschule ESMT in Berlin, hält das Volumen des Fonds mit 440 Milliarden Euro für „wahrscheinlich nicht ausreichend“, sagte er dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). Rocholl ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums, der Minister Wolfgang Schäuble (CDU) berät.

Anzeige

Rocholl erwartet, dass zur Lösung der Euro-Krise nicht die Europäische Zentralbank stärker eingebunden wird, sondern der IWF. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass Deutschland und Frankreich eher versuchen werden, den IWF ergänzend zum EFSF einzubinden, als Änderungen am Auftrag der EZB anzustreben“, sagte er. Denn anders als die EZB könne der IWF Bedingungen in den Ländern durchsetzen, die Hilfen bekommen. „Und soweit ich weiß, wäre es rechtlich möglich, dass der IWF sich notfalls Mittel bei der EZB beschaffen könnte“, sagte Rocholl.

  • 18.11.2011, 09:24 UhrAnonymer Benutzer: svebes

    Oha, da wird aber mit dem Zaunpfahl auf die Hintertür gezeigt. Wie kann man die EZB doch noch stärker in die Pflicht nehmen? Diese Goldmann Sachs Riege um Draghi hat ja eh schon extrem Anleihen aufgekauft und Monti hat , wie es die Art von Bankstern ist, heimlich den Rest klar gemacht. Unsere Politiker können sich mit diesem Schachzug noch an ihren Pfründen festkrallen, ohne das der gemeine Bürger merkt wie er wiedermal hintergangen wurde. what a game . . .

  • 18.11.2011, 07:05 UhrErnst

    Was de jure möglich ist, wird sich de facto als schwachsinnig herausstellen. Was bewiesen werden wird, wetten?

  • 18.11.2011, 00:45 UhrAnonymer Benutzer: Rainer_J

    Zitat:„Und soweit ich weiß, wäre es rechtlich möglich, dass der IWF sich notfalls Mittel bei der EZB beschaffen könnte"

    Und soweit ich weiß, brennt Papier wenn man es ins Feuer wirft!

    Was sollen solche dämlichen und demokratiefeindliche Vorschläge eigentlich?

    Leute wie Rocholl sollte man auf brennende Euroscheine rösten.

    Schäuble sollte unfreiwillig an der Vierschanzentournee teilnehmen müssen.

    Keiner schafft es schneller abwärts!

  • Die aktuellen Top-Themen
Die Linke: Ulrich Maurer greift Parteispitze an

Ulrich Maurer greift Parteispitze an

In der Linken mehrt sich der Protest gegen die Parteispitze und den Zustand der Partei. Fraktionsvize Ulrich Mauer fordert eine radikale Verjüngungskur - und mehr Frauen. Denn in diesem Punkt hapert es gewaltig.

Gastkommentar: Die CDU muss weiter nach links rücken

Die CDU muss weiter nach links rücken

Nach der NRW-Wahl muss die Union neue Prioritäten setzen: Sie muss auf die Sorgen der Menschen reagieren. Sonst verliert sie noch mehr Vertrauen - und ihren Status als Volkspartei.

Studie: Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Wenn zwei Unternehmen um ein anderes streiten, bedeutet das oft nicht Gutes für den Gewinner. Denn bei Übernahmen können die Sieger die Erwartungen oft nicht erfüllen. Profiteur ist - der Verlierer.