Euro-Schuldenkrise

CDU-Politiker befeuern Eurobond-Debatte

Vor dem Gipfel von Merkel und Sarkozy in Paris werden auch in der CDU Forderungen nach Eurobonds laut. Die Europaparlamentarier der Union haben in einem Papier Argumente für Euro-Bonds gesammelt.
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Eine Ein-Euro-Münze. Quelle: dpa

Eine Ein-Euro-Münze.

(Foto: dpa)

BerlinVor dem für den (heutigen) Dienstag in Paris geplanten deutsch-französischen Gipfeltreffen über die Schuldenkrise werden in der CDU Forderungen nach gemeinsamen europäischen Anleihen laut. Der Koalitionspartner FDP bleibt hingegen bei seiner strikten Ablehnung.

“Es macht keinen Sinn, eine Schwarz-Weiß-Debatte zu führen„, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul dem “Handelsblatt„. Zwar gebe es derzeit keinen Bedarf an Eurobonds. “Ich kann aber nicht erkennen, dass sie Teufelszeug sind„, sagte der Europapolitiker. Das Mitglied des CDU-Bundesvorstands, Armin Laschet, forderte eine offene Diskussion: “Den Herausforderungen der globalen Märkte kann man heute nur durch globale Institutionen begegnen, das gilt ganz besonders für Europa.„ Nötig sei ein Gesamtkonzept, zu dem “am Ende auch Eurobonds„ gehören könnten.

Nach Einschätzung des CDU-Europa-Abgeordneten Burkhard Balz ist das strikte Nein der Bundesregierung unter dem Druck der Eurokrise nicht länger zu halten. “Wir müssen uns deshalb in Deutschland mit der Frage auseinandersetzen, unter welchen Bedingungen wir mit Eurobonds leben können„, sagt der EU-Parlamentarier dem “Handelsblatt„. Die Christdemokraten im Europaparlament haben in einem elfseitigen Arbeitspapier bereits mehrere Argumente für Euro-Bonds aufgelistet.

Auch der DGB appellierte an die Bundesregierung, Eurobonds zuzustimmen. “Wenn Merkel gemeinsame Staatsanleihen weiter blockiere, setze sie das Bestehen der Währungsunion und letztlich die europäische Einigung als Ganzes aufs Spiel, sagte DGB-Vorstand Claus Matecki der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Steffen Kampeter, lehnt Eurobonds hingegen ab. Er sieht die nationalen Parlamente in der Eurozone in der Pflicht, die Haushaltskonsolidierung voranzutreiben. “Eurobonds lösen keines der Haushaltsprobleme in den nationalen Mitgliedsländern„, sagte der CDU-Politiker der “Neuen Westfälischen„.

Auch der Koalitionspartner FDP machte seine kategorische Ablehnung von Eurobonds noch einmal deutlich. „Wir würden Europa mit Eurobonds keinen Gefallen tun“, sagte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). „Länder, die solide gewirtschaftet haben, werden bestraft. Schlechtes Wirtschaften wird belohnt, weil alle die gleichen Zinsen zahlen.“ Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms (FDP) sagte dem „Kölner-Stadt-Anzeiger“: „Die Regierungsfraktionen haben Eurobonds grundsätzlich ausgeschlossen.“ Er sehe „keinen Grund, von dieser Position abzuweichen.

  • dapd
  • afp
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78 Kommentare zu "Euro-Schuldenkrise: CDU-Politiker befeuern Eurobond-Debatte"

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  • Ich habe das auch gehört. Ist doch klar, dass die Grünen dahinter stehen. Die Grünen sind eine antideutsche Partei und nur daran interessiert, Deutschland zu zerstören. Das ist und war immer ihr Ziel schon seit der 80iger Jahre. Daher auch ihre MultiKulti-Liebe. Je merh Muslime udn je weniger Deutsche, desto besser
    Hinzu kommt, dass die Grünen stramm sozialistisch sind, teils aus den kommunistischen/maoistischen Plattformen kommen. Diese Denke haben sie bis heute
    Von denen ist keine demokratischen Politik zum Wohl des Landes zu erwarten

  • Man kann es auch ganz frei nach Heinrich Heine formulieren:

    Der Deutsche ist fleißig, zäh, gastfreundlich und von einer unergründlichen Geistesbeschränktheit (warum sonst lassen wir uns so verarschen).

    Oder auch: Man fragt sich immer wieder, wie in die kleinen Köpfe mancher Politiker, eine so große Menge an Unverstand passt.

  • Die hat ja schon lange einen Meineid geschworen, denn diese Frau hat noch nicht einen einzigen Tag Deutschland gedient und Schaden von Deutschland abgewendet.
    Stattdessen hat sie uns einen Schaden nach dem anderen zugefügt.
    Das gilt für alle anderen ebenso
    Man könnte sagen, dass seit 1998 die detuschen Politiker gegen ihr eigenes Volk putschen

  • Ich würde die CDU auch nicht mehr wählen, die SPD und Grünen aber auch nicht, den die sind auch dafür. Was bleibt keine Ahnung Piratenpartei, Rentner Partei, Tierschützer. Auf jeden Fall werde ich wählen, höhstwarscheinlich die Partei die am nächsten in den Bundetag kommen könnte solange es keine Rechte Partei ist. Wäre mal Zeit, dass endlich mal eine Partei reinkommt und eine rausgekegelt wird um endlich durch Konsequenzen aufzuwachen.

  • Laschet der Türken-Minister. Ein ganz übler Schwätzer

  • danke, diese Frage wollte ich nämlich auch stellen

  • Das ist doch eigentlich recht treffend:

    Eine Nation kann ihre Dummköpfe und sogar ihre Ehrgeizigen überleben, aber nicht Verrat von innen. Ein Feind am Tor ist weniger schrecklich, denn er ist bekannt und trägt seine Fahne für alle sichtbar. Der Verräter hingegen bewegt sich frei im Hause, sein listiges Geflüster raschelt durch alle Gänge und wird sogar in den Hallen der Regierung gehört. Der Verräter erscheint nicht als Verräter; er spricht die Sprache seiner Opfer, und er hat ihre Züge, trägt ihre Kleider; er spricht die Gefühle tief im Herzen dieser Menschen an. Er verdirbt die Seele des Landes. Er arbeitet im Geheimen, unbekannt, und untergräbt die Säulen des Hauses. Er verdirbt die Politik, so dass sie nicht länger widerstehen kann. Einen Mörder braucht man weniger zu fürchten.
    Marcus Tullius Cicero, 42 v.Chr.

  • Toll, ich hab es mir abgespeichert.
    Man sollte es den Idioten per EMail schicken, die ohne mit der Wimper zu zucken ihr eigenes Volk verraten

  • Früher hieß es immer "haste nen Opa, schick ihn nach Europa"
    Seit Merkel ist Brüssel so was wie Gorleben.
    Ein Zwischenlagr für abgehalfterte Politiker oder solche, die der Merkel im Weg sind.
    Oder überhaupt Politiker die hier mal Dreck am Stecken hatten oder Affairen (Özdemir z. B.) die schicht man mal eine Weile nach Brüssel bis wieder Gras über die Sache gewachsen ist.
    Also Zwischenlager für verbrannte Politiker
    In Brüssel sitzen doch keine Fachleute, das ist ja das Problem. Ganz Brüssel besteht doch nur aus Dummschwätzern. Und geleitet wird dieser Dreckhaufen dort von einem Maoisten (Barrosso)
    Da müssenw wir uns doch über gar nichts wundern.
    Wieso berichten denn über all diese Dinge die Journalisten nie?

  • Volle Zustimmung.
    Ja, Merkel ist die späte Rache von Honecker und sie war Kohls größter Fehler. Dagegen ist seine Spendenaffäre Kinderkacke
    Es wurde der Fehler von 1945 wiederholt. Man nahm die Wendehälse ohne jede Überprüfung in unsere Parteien. Die "Erfolge" sehen wir heute, alles stramm sozialistsich
    Man wird eben niht über Nacht zum lupenreinen Demokraten nur weil irgendwo eine Mauer fällt
    "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf" so sagte schon Honecker

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