Euro-Zone in Gefahr

Grüne warnen vor großen Spanien-Risiken

Mit zugesagten Hilfs-Milliarden ist ein Ausufern der spanischen Bankenkrise vorerst gebannt. Doch einen Grund zur Entwarnung in der Euro-Schuldenkrise sieht kaum jemand. Die Grünen warnen gar vor erheblichen Risiken.
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Eine spanische Euromünze auf einer spanischen Flagge. Quelle: dpa

Eine spanische Euromünze auf einer spanischen Flagge.

(Foto: dpa)

BerlinDie Grünen haben Sorge, dass die Spanien-Krise trotz der  in Aussicht gestellten EU-Hilfe für die Banken des Landes aus dem Ruder laufen könnte. „Die jetzt beschlossenen Hilfen sind eine Not-Lösung, bergen erhebliche Risiken für die europäischen Steuerzahler und können ein wesentliches Problem der Krise - die viel zu enge gegenseitige Verknüpfung zwischen Banken und Staaten - nicht lösen“, sagte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Gerhard Schick, Handelsblatt Online. Vielmehr werde die Staatschuldenquote Spaniens nun „deutlich“ zulegen, so dass auch künftig zu befürchten stehe, dass Investoren spanische Anleihen meiden werden. „Und ob die spanischen Behörden wirklich den Mut, die Entschlossenheit und die Unabhängigkeit an den Tag legen werden, das spanische Bankensystem ungeachtet politischer Widerstände so kostengünstig wie möglich zu sanieren, muss sich ebenfalls erst zeigen“, sagte Schick. 

Die Skepsis der Grünen kommt nicht von ungefähr. Trotz der Einigung auf Milliarden-Hilfen für Spaniens kriselnde Banken blieben die Märkte am Montag skeptisch. Zwar reagierten die Börsen teils mit kräftigen Kursgewinnen. Die Erleichterung am Anleihemarkt, der als Krisenindikator gilt, war jedoch nur von kurzer Dauer. Die Zinsen, die Madrid Investoren für frisches Geld bieten muss, stiegen nach anfänglicher Erholung wieder deutlich an. Händler führten die Unsicherheit auf viele offene Fragen in Spanien zurück, aber auch auf die am kommenden Sonntag anstehende Neuwahl in Griechenland. Die Folgen eines möglichen Austritts Athens aus der Eurozone gelten als unabsehbar.

Umso wichtiger wäre es nach Ansicht des Grünen-Politikers, die jetzt gewählte Not-Lösung für Spanien zügig zu einem europäischen Bankenrestrukturierungsfonds weiterzuentwickeln. „Doch noch immer nähern wir uns der Bankenunion nur in Trippelschritten“, kritisierte Schick. „Bisher gibt es hierzu von der Bundesregierung nur Lippenbekenntnisse bei zugleich großen Widerständen aus den eigenen Reihen der Bundestagsfraktionen.“ Wie wichtig eine europäische Handlungsfähigkeit im Bankensektor sei, habe sich allerdings in den letzten Wochen gezeigt. „Während die Krise sich europaweit immer weiter zuspitzte, hat die spanische Regierung viel zu lange so getan, als könnte sie ohne Hilfe das Problem bewältigen“, erläuterte Schick. „Die mehrfachen Anläufe zur Stabilisierung des spanischen Bankensystems haben zusätzliche Unsicherheit geschaffen.“

Die Art, wie die spanischen Banken jetzt gerettet würden, könne indes nicht überzeugen. Doch zurzeit stünden den europäischen Staaten kaum bessere Instrumente als der Euro-Rettungsfonds EFSF zur Verfügung, räumte Schick ein. „Der zentrale Fehler im Krisenmanagement besteht darin, dass in den letzten Jahren abgelehnt wurde, einen europäischen Bankenrestrukturierungsfonds aufzusetzen“, fügte er hinzu. Viel zu sehr habe sich die Bundesregierung auf die Problematik der Staatsschulden konzentriert und die Stabilisierung des europäischen Bankensektors vernachlässigt. „Jetzt war man nicht vorbereitet für eine sinnvolle Lösung.“

Die Euro-Zone hat viele Probleme
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26 Kommentare zu "Euro-Zone in Gefahr: Grüne warnen vor erheblichen Spanien-Risiken"

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  • Anfang könnte man meinen der Schick hätte Ahnung. Schließlcih stellt er ja fest das die Euro-Retung scheitert. Aber dann muss man wieder nur feststellen, dass rot-grün noch größere Diletannten sind als schwarz-gelb. Was Einfalt anbetrifft, versuchen die noch rechts über den Seitenstreifen zu überholen.

    Was die Politpfeifen genau wie viele Journalisten nicht kapieren ist doch, dass es um alles geht und das es definitiv scheitern wird.

  • Nein, die heutigen Studenten sind "systembedingt" mit sehr viel lernen beschäftigt. Da bleibt keine Zeit für Muße und Revolution.

  • @Lenin:Das hat schon seine Logik: Trittins (und Konsorten) oberstes Ziel ist nach wie vor, dieses kapitalistische Land zu zerstören, und wie heißt es so schön: der Feind meines Feindes ist mein Freund! So gesehen kann man auch Millionären helfen, wenn sie nur weit genug weg sind und das dumme Grünen-Stimm-Vieh es nicht so schnell merkt.

  • Das Rumschwätzen einzelner Politiker in der Presse, wie jetzt von Herrn Schick, nützt doch nichts und benennt doch auch nicht wirklich das wahre Problem.
    Der Politiker der sich endlich hinstellt und sagt, der Euro war ein Irrtum, der hätte meine ganze Achtung.
    Denn genau das ist es. Dieser Euro, war die größte kriminelle Tat die den Deutschen und einigen Europ. Staaten seit Ende 45 angetan wurde.
    Er war von Anfang an eine Fehlkonstruktion, ein Geld für unterschiedliche Staaten, zu gleichen Bedingungen, davor haben doch schon damals vor Einführung viele wirklich gute Ökonomen gewarnt
    Schröder und die Grünen, haben mit dem Euro die Völker komplett verarmt, zumindest hier bei uns.
    Wir hatten und haben nur noch das halbe Geld, aber
    die Preise sind geblieben, also eine 100%ige Preiserhöhung für uns. Der Euro war für die Wirtschaft ein Riesengeschäft. Zusätzlich dazu hat dann Rot-Grün noch massiv die Renten gekürzt. Ein Zynismus gegen das Volk herrschte in dieser Rot-Grünen Regierung, wie wir es bis dahin noch nie erlebt haben.
    Bis hetue partiziperen am Euro die Wirtschaft und die Finanzsysteme, sonst niemand
    Hinzu kommt, dass Rot-Grün der Zockerei Tür und Tor geöffnet hat, die Heuschrecken zugelassen hat, den Ausvrkauf Deutschlands begonnen hat.
    Im Grnde genommen mßten die alle vor Gericht wegen Hochverrat
    Und auch die anderen Staaten konnten sich plötzlich verschulden, was sie vorher so nicht gemacht hätten.
    Also Schluß mit dem Euro-Fanatismus. Die machen so lange bis es Krieg gibt

  • HansP
    das Grummeln ist nicht so fern.
    Im Volk grummelt es gewaltig, alle sind noch nicht gänzlich verblödet.
    Aber es braucht endlich jemanden, der es anpackt und anstößt.
    auf neue Studentendemos können wir nicht hoffen, unsere derzeitigen Studenten sind geistige Tiefflieger, die nur ihrem Spaß nachgehen, sich auch nicht für Politik interessieren und das war und ist ja vom Staat so gewollt, deswegen wurden die Schulen ja auch immer schlechter

  • Wasserkraft? Spanien hat genug Sonne, genauso wie Griechenland und Italien im Süden. Aber dazu müßten Konzerne Federn lassen, und die Hausbesitzer nicht mit Subventionen geködert werden, sondern damit das diese unabhängig vom Stromriesen werden. Es gibt Klimananlagen, die mit 100 bis 300 Watt laufen.
    Dazu könnte gerade Spanien tatsächlich sich auf alternative Umwelt- und Gesundheitsprodukte, zum Beispiel Papier aus Hanf und anderen Produkten die im Süden gut wachsen, konzentrieren. Für einen Hektar Hanf spart man 3,5 Hektar Wald. Jahr für Jahr (ein Baum braucht Jahre), weil das Zeug wächst wie Unkraut, auch ohne den Drogenstoff.
    Aber Fantasie war ja noch nie die Größe der Großen. Da schützt man sich lieber gegenseitig mit Hilfe von unsinnigen Gesetzen.

  • SayTheTruth
    ja tolle Karriere, vom kommunistischen Budn über die antideutschen Grünen zum Bilderberger. Das muß man können

  • netshadow
    das habe Sie recht gut beschrieben
    Aber das ist ja auch das Problem in Deutschland.
    Schauen wir doch in unsren Bundestag. Da sitzen, teils seit Jahrzehnten, sich die Dilettanten ihre Hintern platt, nichts gelernt, noch nie gearbeitet, Studienabbrecher wie Claudia Roth, die aber ihr Maul immer bis zum Anschlag aufreißt. Özdemir, der nie und nimmer wenn es hart auf hart kommt, deutsche Interessen vertreten wird, von Betriebswirtschaft und kaufm. Handeln haben diese Flitzpiepen keienrlei Ahnung. Gilt auch für die anderen Parteien
    Und in Brüssel ist eine Horde dummer Beamter und abgehalfterter Politiker, die dorthin entsorgt wurden. Denen ist nur ihr Einkommen wichtig
    Was können wir denn erwarten von so einer Laienspielgruppe
    Sie haben allesamt keine Kenntnisse von nichts, keinerlei Anstand, den Art. 20 unseres GG kennen sie alle offenbar nicht, denn sie machen nur Politik gegen das Volk.
    Wenn es hier mal kracht, die Menschen auf die Straßen gehen wie in Griechenland und Spanien, oder gar mal wider der Reichstag brennt, dann möchte ich nicht mit denen tauschen

  • GEser
    da bin ich mir nicht so sicher.
    Es sind vielleicht ein paar Vernünftige in dieser undemokratischen und antideutschen Partei, aber der große Rest? Den kann man getrost vergessen.
    Warum sich Herr Schick jetzt Sorgen macht, verstehe ich auch nicht so ganz, denn dieses Rauswerfen von deutschem Geld ist doch ganz im Sinne der Grünen.
    Was sie durch die falsche Zuwanderung noch nicht ganz geschafft haben, nämlich Deutschland zu vernichten, gelingt doch jetzt über Geld

  • Ich kann nicht verstehen, wieso deutsche Sparer für fremde Banken haften sollen. Jedes Land ist für seine Banken verantwortlich. Die Südstaaten verfügen über großes Privateigentum. Italien beispielsweise hat 173 % des BIP, Deutschland nur 127 %. Wieso werden die Reichen in diesen Staaten geschont, und ausländische Steuerzahler sollen haften und retten? Die Wohneigentumsquote in den Südstaaten ist doppelt so hoch wie in D.
    Es wird langsam Zeit, dass die Fehler des Euro aufgearbeitet werden, und die verantwortlichen Politiker zur Rechenschaft gezogen werden.

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