Euro-Zone
Schäuble fordert bessere Integration der Staaten

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble drängt auf eine stärkere Integration der Euro-Staaten, um weitere Schuldenkrisen zu verhindern. Deutschland und Frankreich etwa haben bereits angekündigt, ihre Steuerpolitik angleichen zu wollen.
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HB BERLIN. Nationale Finanz-, Haushalts-, Wirtschafts- und Sozialpolitiken müssten enger verzahnt werden, schrieb Schäuble in einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel". Die Mitgliedsstaaten der Währungsunion müssten dafür enger zusammenarbeiten. Die Einzelheiten effizienter und demokratisch legitimierter Entscheidungsfindungen müssten ebenso geklärt werden wie die Frage, ob und wie EU-Staaten ohne Euro daran freiwillig mitwirken könnten.

In der schwarz-gelben Koalition kommen immer wieder Forderungen auf, dass die EU-Staaten viel enger zusammenarbeiten müssten als bisher. Deutschland und Frankreich haben bereits angekündigt, ihre Steuerpolitik angleichen zu wollen. Schäuble verteidigte das System der Risikoaufschläge für Staatsanleihen. Grundsätzlich funktioniere der Mechanismus, schrieb Schäuble. Hoch verschuldete Länder wie Griechenland und Irland müssten als Voraussetzung für europäische Solidarität einschneidende Sparmaßnahmen durchsetzen.

Kommentare zu " Euro-Zone: Schäuble fordert bessere Integration der Staaten"

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  • bessere integration? Für die PiGS-Länder hilft nur ein ordentlicher Tritt in den Hintern, Rauswurf aus der Währung und den Ratschlag in Zukunft vernünftig und eigenverantwortlich zu wirtschaften oder einfach unterzugehen!

    Deutschland muß die D-Mark einführen! Die EUdSSR-Pappnasen sollen abdanken!

  • AUS SCHÄUbLE WiRD KEiN HJALMAR SCHACHT
    Dieser war als Mitgründer der biZ, Erfinder der Rentenmark (allerdings auch des Mefa-Wechsels), schon von einem anderen Holz.
    in unseren Tagen sitzt Morgan Sachs in Amerika und braut fürs Ausland einen Hexentrank in Alchimistenkellern, die in diesen wie Gift wirken und nur Dank impfung in den USA keinen Schaden anrichten.
    Um die Risikobeschaffenheit des EURO zu ändern, bedürfte es einer prinzipiellen Änderung im börsengeschäft. Täglich wird, nach biZ, für ca. 2 billionen EURO gezockt. Davon über ein Drittel dieser Summe in London. Ein weiteres Fünftel in den USA. in Deutschland, als Hauptstütze des EURO, mal gerade 1,5% der Gesamtzockerei.
    Da es um Absicherungen des produzierenden Gewerbes geht, die einfach nicht zu leugnen ist, kann meiner Meinung nach dem nur begegnet werden, in dem in Deutschland entsprechend der Regeln eines Glücksspiels nach Einsatzhöhe und Gewinnquotierung eine Spekulation um den Preis der Versteuerung zugelassen werden sollte. Nur so lassen sich bankbedrohende Rückwirkungen auslöschen.
    SOZUSAGEN DEM LONDONDER ZOCKER-CLUb PAROLi biETEN !

  • Das utopische Leitbild Herrn Schaeubles ist der ehemalige Untertan, der zum demokratischen Steuermichel umerzogen wurde. ich bin Auslandsdeutscher in italien - und sehe, dass Nationalstolz, Streikbereitschaft fuer die nationalen ideale und (ja, leider) Gewaltpotential im MittelmeerRaum viel ausgepraegter sind. Sued-Europa wird nie den deutschen Weg gehen; solange Mittel aus Europa fliessen, befleissigt man sich - aber ohne Mittelzufluss werden die Europa-befuerworter abgewaehlt oder weggestreikt - das werden wir schon bald in Griechenland sehen.

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