Europa
Steinbrück: Euro-Krisenländer sollen sich selbst helfen

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat eindringlich an die Regierungen von wirtschaftlich angeschlagenen Euro-Ländern appelliert, ihre Staaten selbst zu stabilisieren. Er deutete aber erneut an, dass die Euro-Gruppe langfristig keines ihrer Mitglieder pleite gehen lassen würde.

HB BONN. Die betroffenen Regierungen "sollen ihren Job machen", sagte Steinbrück in Bonn unmittelbar vor einem Treffen der Euro-Gruppe in Brüssel, die über die Folgen der Wirtschaftskrise beraten wollte. Die Regierungen müssten alle Anstrengungen unternehmen, ihre Länder zu stabilisieren. Andererseits sei es aber auch für die tragenden Säulen der Euro-Zone nicht hinnehmbar, dass einzelne Euro-Staaten in arge Schwierigkeiten gerieten.



Steinbrück hatte in der Vergangenheit bereits angedeutet, dass die stabilen Euro-Länder den Mitgliedsstaaten, die in Schwierigkeiten kommen, zur Hilfe eilen könnten. Er wolle sich nun aber nicht mehr öffentlich zu solchen Hilfen äußern. Zudem müsse die Definzit-Entwicklung in Relation gesehen werde. So bereite ihm auch das irische Defizit Sorge, noch Besorgnis erregender sei aber das Defizit der USA. Kopferzerbrechen bereite ihm auch, dass sich das "Wettbewerbsnivau in der Euro-Zone sehr divergent" entwickele.



Er glaube aber nicht, dass der Euro in Schwierigkeiten geraten werde, unterstrich Steinbrück. Die Gemeinschaftswährung bewahre Europa zudem vor Spekulationsdruck, wie es ihn in einer Finanzkrise ohne den Euro auf die einzelnen nationalen Währungen gegeben hätte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%