Europawahl 2014

McAllister wirbt für Reformen in Europa

Mehr Europa im Großen und weniger Europa im Kleinen. Das fordert David McAllister, designierter Spitzenkandidat der CDU für die Europawahl 2014. Europa-kritische Parteien sind für ihn „Anlass zur Sorge“.
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Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister soll Spitzenkandidat der CDU bei der Europawahl werden. Quelle: dpa

Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister soll Spitzenkandidat der CDU bei der Europawahl werden.

(Foto: dpa)

BerlinAngesichts der steigenden Zustimmungswerte Europa-kritischer Parteien in den EU-Staaten, mahnt der designierte Spitzenkandidat der CDU für die Europawahl 2014, David McAllister, Reformen an. Die richtige Lehre aus der Krise sei „mehr Europa“, sagte McAllister dem Handelsblatt. „Es muss aber auch um ein "besseres Europa" gehen. Wir brauchen mehr Europa im Großen und weniger Europa im Kleinen“, forderte er. „Die Europäische Union soll demokratisch, transparent und bürgernah sein. Dafür müssen wir auch die Kritik und die Kritiker ernstnehmen.

Der ehemalige Ministerpräsident von Niedersachsen warnte davor, europa-kritische Parteien wie die AfD zu hoch zu bewerten. „Die Motive ihrer Wähler sollte man gleichwohl ernst nehmen“, sagte er und mahnte die europa-freundlichen Parteien, einen „engagierten Wahlkampf“ zu führen. „Wir werben für eine hohe Wahlbeteiligung und werden deutlich machen, dass die Politik in der EU wichtig ist und damit auch das Parlament, als direkt gewählte Institution der Bürger“, sagte McAllister.

Die große Mehrheit der EU-Bürger sei für Europa. Gleichwohl böten die wachsenden anti-europäischen Kräfte „Anlass zur Sorge“. Diese Parteien eine allein „die Häme und Verächtlichmachung der europäischen Idee“. McAllister betonte, die Politik der Stabilisierung des Euro zeige erste Erfolge. „Europa ist nicht die Ursache der Krise, sondern ein wesentlicher Teil zu ihrer Lösung. Deshalb gilt es deutlich zu machen, dass es eben nicht egal ist, wen oder was man im Mai 2014 wählt.“

Ende November wird die CDU Niedersachsen McAllister als ihren Spitzenkandidaten für die Europawahl nominieren. Er hat gute Chancen, auch Spitzenkandidat der CDU auf Bundesebene zu werden, sollte sich die Bundes-CDU erstmals zu so einem Schritt entscheiden. Bis Februar 2014 will die Partei ihr Programm zur Europawahl beraten.

  • dhs
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8 Kommentare zu "Europawahl 2014: McAllister wirbt für Reformen in Europa"

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  • In der heutigen HB Papierausgabe kann man einen ähnlichen Artikel lesen:

    Angriff auf Europa
    Auf dem ganzen Kontinent legen antieuropäische Parteien zu.

    Nach dem Studium des Artikels u. a. von R. Berschens drängt sich mir die Frage auf, ob es wohl gewollt ist keinen Unterschied zwischen Europa, EU und Eurozone zu machen. Somit muß wohl die Einentopf Arumentation bewußt verwendet worden sein.
    Kein Rumesblatt für das HB.

    Schönen Tag noch.

  • Europa ist nicht die Krise Europas. Das ist richtig. Aber der Einheitseuro hat die Krisen herbeigeführt und ist weiterhin die Ursache. Darum spaltet der Euro Europa. Ebenso der Bevormundungswasserkopf EU, der massiv verkleinert und billiger werden muss. Massive Haushaltskontrollen müssen dauerhaft eingerichtet werden. Haushalte dürfen nicht überschritten werden. Neue Länder dürfen ohne Bürgerentscheid nicht aufgenommen werden. Auch der Austritt aus dem Euro- oder EU-Raum muss möglich sein. Bürgernähe und Bürgerentscheide müssen hoffähig werden. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir eine starke AfD in Deutschland, gestützt durch massiv steigende europakritische Bewegungen wie in Frankreich, Großbritannien, Finnland, Österreich, Ungarn und die Niederlande. Die Südeuropäer könnten auch starke Verbündete sein. Der dicke Denkzettel wird jedenfalls kommen. "Weiter so" dürfte ausgeschlossen sein.

  • das Gehalt eines niedersächsischen Landtagsabgeordneten scheint nicht zu reichen... immer wieder schön wie Wahlverlierer nach Europa abgeschoben werden.

  • Die Mutter der Dummheit ist immer Schwanger...

  • McAllister will ein DEMOKRATISCHES Europa, sagt er. Dass hierbei erhebliche Zweifel aufgetreten sind, ignoriert er. Die fehlende parlamentarische Kontrolle bestehender EU-Einrichtungen brachten doch erst €-kritische Parteien ins Spiel. Solange die mandatsfernen Machenschaften eines Draghi vom deutschen Verfassungsgericht interfragt werden müssen, kann von einem einwandfreien demokrati- schen Status der EU nicht zweifelsfrei gesprochen werden. Dass sollte auch McAllister im Blick haben.

  • „Europa ist nicht die Ursache der Krise, sondern ein wesentlicher Teil zu ihrer Lösung." Glaubt der Typ eigentlich selber den Schwachsinn, welchen er da von sich gibt?!? - Bei der Verteilung von Naivität muss McAllister am lautesten "HIER" geschriehen haben!

  • Als Engländer kann er gut reden, sein Land hält sich aus guten Grund aus der EU etwas zurück und wir bezahlen seit Jahren den Großteil des Englischen Beitrages mit.

    Die EU ist nicht Europa.

    Die „Europäische Idee“ ist nichts anders wie der Versuch der „abgehalfterten Westeuropäischen Staaten (England + Frankreich) ihren schwindenden Einfluss in der Welt und Europa zu kompensieren.

    Ihre Mitbewerber auf den Europäischen Kontinent hatten sie zerschlagen (Deutschland und Österreich-Ungarn) aber daß die Zeit weiterging haben sie nie in aller Deutlichkeit gesehen, viele andere Staaten sind größer geworden (USA, China, Indien, Japan, Brasilien)

    Die EU ist nur ein Klub der Verlierer.

    Mitglied dieses Klubs zu sein ist, wie eine Reise auf der Titanic.

  • Europa-kritische Parteien sind für ihn „Anlass zur Sorge“.

    Das sehe ich nicht so!

    Gut, dass die Menschen aus diesem Euro-Apltraum langsam aufwachen!

    Die 2. französische Revolution kommt bestimmt.

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