Europawahlkampf der CDU: „Der Euro ist mehr als eine Währung“

Europawahlkampf der CDU
„Der Euro ist mehr als eine Währung“

Der designierte CDU-Spitzenkandidat für die Europawahl ist David McAllister. Er will für die europäische Idee werben und es Populisten schwer machen. Ein Problem, das zu einer Belastung geworden wäre, wurde entschärft.
  • 14

BerlinDie CDU wird sich nach den Worten ihres designierten Spitzenkandidaten für die Europawahl, David McAllister, im Wahlkampf auch an mögliche Protestwähler wenden. „Wir werden engagiert um das Vertrauen derjenigen Menschen werben, die überlegen, bei dieser Wahl Protest zu wählen“, sagte der frühere niedersächsische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur.

Ohne auf die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) direkt einzugehen, sagte er: „Wir werden deutlich machen, dass es sehr gute Argumente für die europäische Einigung und gemeinsame Währung gibt und dass wir gleichzeitig deutsche Interessen wirksam vertreten.“ Es gebe nicht immer einfache Antworten auf schwierige Sachverhalte.

Der CDU-Bundesvorstand will McAllister während einer Klausurtagung in Erfurt am Freitagnachmittag zum Spitzenkandidaten für die Europawahl am 25. Mai benennen. Ferner soll ein 77-seitiger Entwurf für das Europawahlprogramm beschlossen werden. Die Parteimitglieder sollen dann bis zum Europaparteitag am 5. April in die Abstimmung eingebunden werden.

In Erfurt dürften auch die Vorgänge um den bisherigen CDU-Bundesschatzmeister Helmut Linssen angesprochen werden. Der wegen umstrittener privater Geldtransfers unter Druck geratene 71-Jährige hatte am Donnerstagabend angekündigt, sein Amt aufzugeben. „Ich habe mich im Interesse der Partei und meiner Familie entschlossen, die Parteivorsitzende zu bitten, auf dem kommenden Parteitag im April einen neuen Schatzmeister zu wählen“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Damit wurde ein Problem, dass der CDU im Europa-Wahlkampf möglicherweise geschadet hätte, entschärft.

Seite 1:

„Der Euro ist mehr als eine Währung“

Seite 2:

EU-Vollmitgliedschaft der Türkei wird abgelehnt

Kommentare zu " Europawahlkampf der CDU: „Der Euro ist mehr als eine Währung“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wenn die AfD klare, gute und richtige Argumente hat, weckt sie die CDU auf. Aber bevor ich dann die bürgerferne CDU, die den Einheitseuro stützt, der große Negativfolgen für die deutschen Vermögensvorsorgen hat, die die Schuldenvergemeinschaftung treibt, die die irrsinnige EU-Bevormundung forciert, wähle ich doch lieber das "Original" AfD. Den Blockparteien glaube ich nicht mehr. Die AfD hat keine negative Vergangenheit und soll eine Chance bekommen. Ich rate alle CDU-Wählern den Versuch mit der AfD. Dann könnte Europa besser gelingen.

  • Ein abgewählter Politiker ist für die Europawahl nicht akzeptabel. Es kann nicht sein, wer Wahlverlierer ist, den schickt man nach Brüssel. Von solchen Typen geistern da genug herum. Darum keine Stimmen an die Blockparteien, die den bewiesenen Euro- und EU-Murks weiter produzieren. Wir brauchen dringend europakritische Parteien und Bewegungen in Brüssel, um den EU-Laden neu aufzumischen. Wir brauchen mehr Bürgermitbestimmung in allen wichtigen Fragen, eine Reduzierung der Haushalte und des Bürokratieapparates auf Sparflamme, die bezahlbar ist. Die Selbstbedienung des unproduktiven Apparates muss beendet werden. Europa braucht einen bürgernahen Neuanfang mit weniger Regulierung, weniger Bevormundung und mit klarer Mitsprache der Bürger. Politik in den undemokratischen Hinterzimmern muss weg.

  • Sinngemäß hat Helmut Kohl in seiner Regierungszeit gesagt, daß die europäische Einigung, die Einführung einer Gemeinschaftswährung für Deutschland so gestaltet werden muß, daß sie unumkehrbar wird. Die Kanzlerin sagt dazu: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%