EVP-Vorsitz angestrebt
Stoiber geht nicht in Rente

Als bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender tritt Edmund Stoiber ab, doch das Ende seiner politischen Karriere ist das noch lange nicht. Statt in Rente zu gehen, strebe er den Vorsitz der Europäischen Volkspartei an, berichtet ein Magazin.

HB BERLIN. Der scheidende bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber will nach einem Bericht des „Focus“ offenbar für den Vorsitz der Europäischen Volkspartei (EVP) in Brüssel kandidieren. Unter Berufung auf mehrere bayerische Kabinettsmitglieder berichtete das Magazin, Stoiber liebäugele mit dem Posten, weil er sich in dieser Funktion weiterhin zu allen politischen Themen äußern könnte.

Zudem würde er stärker als bisher auf internationalem Terrain agieren, woran Stoiber zunehmend Gefallen gefunden habe. „Da hängt sein Herzblut dran“, wird ein Kabinettsmitglied zitiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel werde entsprechende Karrierepläne Stoibers „wohlwollend unterstützen“, berichtete das Magazin unter Berufung auf Kreise des bayerischen Kabinetts weiter.

Als Motive wurden genannt, die CDU-Vorsitzende sähe Stoiber tatsächlich gerne auf diesem Posten sähe oder wolle damit sicherstellen, dass er nach Abgabe seines Regierungs- und Parteivorsitzende Ende September nicht ständig die Berliner Politik kommentiere.

Derzeit führt der frühere belgische Regierungschef Wilfried Martens die EVP, in der die christdemokratischen und konservativen Parteien der EU zusammengeschlossen sind. Der 70-jährige Christdemokrat, der seit 1990 das Amt innehat, war 2006 bis zum Jahr 2009 als Vorsitzender bestätigt worden.

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