Ex-„Bild“-Journalist
Ein neuer Sprecher für Steinbrück

Zwei Frauen komplettieren Steinbrücks Schattenkabinett. Der SPD-Kanzlerkandidat setzt auf Cornelia Füllkrug-Weitzel (Entwicklungspolitik) und Christiane Krajewski (Wirtschaft). Einen Getreuen lässt Steinbrück dagegen fallen.
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BerlinDas Wahlkampfteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist komplett: Via Twitter verkündete Steinbrück, dass auch die letzten beiden Posten vergeben sind: Christiane Krajewski soll im Schattenkabinett das Thema Wirtschaft beackern, Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt, sich um Entwicklungspolitik kümmern. Damit hat der Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) alle zwölf Mitglieder seines Teams benannt. Der Wahlkampfmannschaft gehören sechs Frauen und sechs Männer an.

Füllkrug-Weitzel erklärte, sie wisse aus langjähriger Erfahrung, was Armutsbekämpfung sei, da sie in den „Hinterhöfen der Menschheit“ habe mitansehen können, wohin ungehemmter Kapitalismus und Umweltzerstörung führe. Sie erinnerte an die große Zeit von Willy Brandt, der mit seinem "Report zur Entwicklungshilfe" neue Maßstäbe gesetzt habe.

Die frühere saarländische Wirtschafts- und Finanzministerin Krajewski war bis 1999 Ressortchefin in Saarbrücken. Damit zählte sie zu den politischen Weggefährten des damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine, der damals auch noch der SPD angehörte. 2001 und 2002 war Krajewski Senatorin in Berlin. Derzeit arbeitet die mittlerweile 64-Jährige für die Investmentbank Leonardo & Co in Frankfurt.

Steinbrück lobte Krajewskis Verständnis von Politik und Wirtschaft, da sie selbst als Geschäftsführerin in einem Familienunternehmen gearbeitet habe und Beraterin einer Bank sei. Krajewski betonte, wie wichtig ein Angleichen des Verhältnisses von „Markt und Moral“ sei.

Der Essener Kulturmanager Oliver Scheytt ist für Kunst und Kultur verantwortlich. Scheytt hob bei seiner Vorstellung die Bedeutung von Kunst als eine Grundlage der Gesellschaft hervor. Er hatte 2010 gemeinsam mit Fritz Pleitgen die Veranstaltung „Ruhr.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ organisiert und war viele Jahre als Kulturdezernent der Stadt Essen tätig. Er verwies auf den wichtigen Beitrag, den Steinbrück dafür geleistet habe, das Ruhrgebiet wieder attraktiv gemacht zu haben. Jetzt wolle er Steinbrück für dessen Engagement etwas zurückgeben.

Getrennt hat sich Steinbrück dagegen von seinem Sprecher Michael Donnermeyer. Schon am Montagmittag, wenn Steinbrück die letzten Mitglieder seines Kompetenzteams vorstellen wird, soll Donnermeyer nicht mehr im Willy-Brandt-Haus vor die Presse treten, berichtet „Spiegel Online“. Er wurde demnach am Wochenende über die Entscheidung informiert. Der Kandidat zieht mit dem Schritt die Konsequenzen aus den für ihn unglücklich verlaufenen vergangenen Monaten. Donnermeyer galt seit längerem als angeschlagen. Ihm wurden parteiintern etliche kommunikative Fehler angelastet, die das Bild von Steinbrück in der Öffentlichkeit beschädigten.

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  • Die sozialen Argumente sollten mal aus dem Schatten treten! Keine neuen Antworten auf den Sozialverrätermurks, keine neuen und schlauen Köpfe, keine Rentenkorrekturen, keine Abschwächung der Steuerprogression, aber Steuer- und Sozialbeitragserhöhungen. Das ist die neue SPD und das verlogene Grün??? Ohne neue Antworten und ohne neue Köpfe werden Millionen verlorene Stammwähler niemals zurückkehren. Es käme ja einem Selbtmord gleich!

  • Ein Schattenkabinett mit 12 Mitgliedern. Wow
    Und wozu das alles?
    Macht das den Wahlkampf der SPD besser?
    Also Politik wird offenbar immer mehr zu Show und sonst gar nichts
    Aber wofür die SPD wirklich steht, wird niczt so ganz klar. Das aber wäre wichtig und nicht irgendwelche Schattenmitglieder

  • Die Schatten werden wohl immer länger bis zum langen Gesicht. Es sieht schlecht aus für die rot-grünen Sozialverräter. Die Umfragen schwächeln massiv. Millionen frühere Stammwähler haben sich abgewendet, mit recht. Neue Köpfe und neue soziale Antworten gibt es nicht. Und Steuer- sowie Sozialbeitragserhöhungen will kein Mensch. Schon gar nicht den Ausverkauf unseres Landes an die Diktatur der EU. Diese EU ist nicht legitimiert. Wir brauchen mit der AfD eine neue Opposition, die es ja heute nicht mehr gibt, weil alle Altparteien im Einheitsbrei verkommen sind.

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