Ex-Bürgermeister im Visier
12.000 mutmaßliche Besitzer von Kinderpornografie ermittelt

Im Zusammenhang mit Kinderpornografie wird in Deutschland gegen etwa 12.000 Menschen ermittelt. „Ihnen wird vorgeworfen, kinderpornografisches Material heruntergeladen oder besessen zu haben“, sagte der Hallenser Oberstaatsanwalt Peter Vogt am Montag dem MDR.

HB BERLIN. Die Fahndung unter dem Namen „Himmel“ laufe seit Frühjahr und gehe weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. Verdächtige gebe es in rund 70 Ländern. Gestartet wurde die Aktion durch einen Hinweis eines Berliner Internetanbieters. „Der Provider hatte einen enormen Datenverkehr festgestellt. Bei der Analyse stellte er fest, dass es sich um Zugriffe auf ein kinderpornografisches Portal handelte“, berichtete der Staatsanwalt. Im Sommer hätten die Fahnder in Sachsen-Anhalt Ermittlungsergebnisse aus Berlin bekommen. „Das Material wurde geprüft. Daraufhin haben wir Durchsuchungen beantragt.“ Im Zuge der Ermittlungen sei der Ex-Oberbürgermeister von Merseburg, Reinhard Rumprecht, Anfang August ins Visier der Fahnder geraten. Der parteilose Kommunalpolitiker sei wegen des Besitzes von Kinderpornografie per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt und habe inzwischen sein Amt niedergelegt.

Vogt wies darauf hin, dass sich Internetnutzer bei Kinderpornografie sehr schnell strafbar machten. „Schon wenn zielgerichtet mit bestimmten Begriffen nach Kinderpornografie gesucht werde, macht man sich strafbar.“ Internetnutzer, die Mails mit kinderpornografischem Inhalt erhielten, sollten sich bei der Polizei melden und die Mail weitergeben. „Schon als Adressat solcher Mails kann man ins Visier der Ermittler kommen.“

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