Ex-Bundesaußenminister

Staatsakt für den verstorbenen Hans-Dietrich Genscher

Höchste staatliche Würdigung für den früheren langjährigen Außenminister: Der am vergangenen Donnerstag verstorbene FDP-Politiker Hans-Dietrich Genscher soll in einem Staatsakt beigesetzt werden.
Das Kondolenzbuch für den verstorbenen FDP-Politiker liegt in der FDP-Zentrale in Berlin aus. Quelle: dpa
Trauer um Hans-Dietrich Genscher

Das Kondolenzbuch für den verstorbenen FDP-Politiker liegt in der FDP-Zentrale in Berlin aus.

(Foto: dpa)

BerlinBundespräsident Joachim Gauck habe den Staatsakt bereits angeordnet, berichtete die „Bild am Sonntag“. Damit solle dem langjährigen FDP-Vorsitzenden die höchste staatliche Würdigung zuteil werden. Eine Bestätigung dafür lag zunächst nicht vor.

Beim Staatsakt richtet der Staat eine aufwendige Feier mit seinen höchsten Repräsentanten, Hinterbliebenen, Weggefährten und anderen geladenen Gästen aus. Zum festlichen Rahmen gehören die Nationalhymne und eine Traueransprache des Bundespräsidenten oder eines Vertreters. Zuletzt war im November Altkanzler Helmut Schmidt vor seiner Beisetzung mit einem Staatsakt in der Hamburger St.-Michaelis-Kirche gewürdigt worden.

Genscher, langjähriger Außenminister und FDP-Vorsitzender, war am Donnerstagabend in seinem Haus bei Bonn an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben war, wie am Freitag bekannt wurde. Er wurde 89 Jahre alt.

Genscher hatte als Bundesaußenminister und Vizekanzler von 1974 bis 1992 eine führende Rolle bei der Gestaltung der deutschen Ostpolitik und den Bemühungen zur Überwindung des Ost-West-Konflikts. Er hatte unter anderem die deutsche Wiedervereinigung 1990 maßgeblich mit vorangetrieben. Von 1974 bis 1985 war er Bundesvorsitzender der FDP.

Wie der „Genschman“ Deutschland geprägt hat
Hans-Dietrich Genscher
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Über Jahrzehnte prägte er das politische Bild der Bundesrepublik. Nun ist Hans-Dietrich Genscher im Alter von von 89 Jahren gestorben. Seine Laufbahn in Bildern.

Parteieintritt
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1952, mit 24 Jahren, verlässt Genscher die DDR in Richtung Bundesrepublik und tritt bald darauf den Liberalen bei.

Hans-Dietrich Genscher
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1956 stößt Genscher als junger Rechtsreferendar in Bonn zur FDP-Fraktion und arbeitet dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1965 zieht er erstmals in den Bundestag ein.

Ikone der Liberalen
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In Deutschland gehörte er zu den beliebtesten Spitzenpolitikern und zu den prägenden Persönlichkeiten der Liberalen. Von 1974 bis 1985 war er Vorsitzender der FDP.

Brandt, Kohl und Genscher (l-r)
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Nach der Bundestagswahl 1969 schmieden FDP und SPD an der sozialliberalen Koalition. Hans-Dietrich Genscher mischt hinter den Kulissen maßgeblich mit und wird im Kabinett von Bundeskanzler Willy Brandt Innenminister.

Genscher (links) und Schmidt
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Unter der Kanzlerschaft Helmut Schmidts wird Genscher 1974 Außenminister – und bleibt es 18 Jahre lang.

Konflikt in der Koalition
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Die rot-gelbe Wunschehe endet 1982. Es ist vor allem Genscher (links), der im Hintergrund auf ein Ende der Koalition hinarbeitet und die Fühler nach der Union ausstreckt.



  • afp
  • dpa
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