Ex-Bundesbankpräsident unter Druck
Welteke gibt Vorsitz der Umweltstiftung ab

Vom Vorsitz des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) tritt der frühere Bundesbankpräsident Ernst Welteke zurück.

HB OSNABRÜCK. Das sagte ein Sprecher der Stiftung am Freitag. Welteke war in Verruf geraten, weil er sich als Chef der Bundesbank einen Aufenthalt im Berliner Hotel „Adlon“ hatte bezahlen lassen. Aus diesem Grund war er auch in der Stiftung unter Druck geraten. Welteke hatte den Vorsitz im Kuratorium von seinem Vorgänger als Bundesbankpräsident, Hans Tietmeyer, übernommen.

Welteke habe am Freitag den Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Rainer Baake, von seinem Entschluss informiert, sein Amt zur Verfügung zu stellen, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums. Baake ist stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender. Gründe habe Welteke nicht genannt.

Nach Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) sollen mehrere Mitglieder des Kuratoriums Welteke zum Rücktritt aufgefordert haben. Sie sahen offensichtlich in seiner Person eine Belastung für die Stiftung. Am 31. Oktober verleiht die Stiftung in Mainz den Deutschen Umweltpreis 2004. Der Kuratoriumsvorsitzende heißt unter anderem Bundespräsident Horst Köhler willkommen.

Bereits am 22. Oktober könnte in der nächsten Kuratoriumssitzung ein neuer Vorsitzender bestimmt werden, sagte der Ministeriumssprecher.

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