Ex-Chef der BayernLB
Empörung über Abfindung für Kemmer

Erst zurückgetreten, dann entlohnt: Angeblich 1,5 Millionen Euro Abfindung soll Michael Kemmer, nunmehr Ex-Chef der BayernLB, nach seiner Demission erhalten. Im Bundesland sorgt das für scharfe Kritik und einige Unmutsäußerungen. Tenor: Kemmer soll nicht einen Cent bekommen.
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MÜNCHEN. Die Opposition in Bayern hat die mögliche Auszahlung einer Abfindung an den zurückgetretenen BayernLB-Chef Michael Kemmer scharf kritisiert. „Da darf kein Euro fließen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Landesbank-Kommission im bayerischen Landtag, Inge Aures, dem Handelsblatt. Die Auszahlung müsse verhindert werden, solange mögliche Schadensersatzansprüche gegen die alte Führung der Landesbank nicht geklärt seien. Finanzminister Georg Fahrenschon will sich am Donnerstag zu dem Thema im Haushaltsausschuss äußern.

Kemmer war Anfang der Woche auf Druck der Staatsregierung zurückgetreten. Damit zog er die Konsequenzen aus dem Milliardendebakel mit der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA). Mit der Übernahme und der nun erfolgten Trennung von der Tochter hat die staatliche BayernLB insgesamt 3,7 Mrd. Euro in den Sand gesetzt. Kemmer hatte die gescheiterte Übernahme vor zwei Jahren als Finanzvorstand mitverantwortet.

BayernLB und Finanzministerium wollten sich am Mittwoch nicht zur Höhe einer möglichen Abfindung äußern. Laut „Abendzeitung“ bekommt Kemmer 1,5 Mio. Euro aus seinem eigentlich bis 2013 laufenden Vertrag.

Axel Höpner
Axel Höpner
Handelsblatt / Büroleiter München

Kommentare zu " Ex-Chef der BayernLB: Empörung über Abfindung für Kemmer"

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  • Nein, keine Empörung - das war absehbar.

    ich möchte wirklich wissen, ob Huber Erwin (CSU u. Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses), Schüttel Schorsch (Georg Schmid CSU-Fraktionsvorsitzender, Faltlhauser Kurt (ehem. Finanzminister) oder Günther beckstein (CSU MP) als sie "ehrenhaft" den Verwaltungsrat verlassen haben (Schüttel Schorsch ist meines Wissens noch Mitglied) auch eine "Abfindung" bekommen haben? Wäre eigentlich gerecht und konsequent. Denn wenn eine Niete eine hohe Abfindung bekommt, dann müssen doch die anderen Flaschen der CSU auch eine Abfindung bekommen. bedanken kann sich der ehrliche bay. Steuerzahler beim "dummen Wahlvolk" das Jahrzehnte der CSU eine absolute Mehrheit garantiert hat. Die "Untriebe" konnten in diesem CSU-Klima erst sich so richtig entfalten.

    Aber um die Worte von Trappatoni zu benutzen:

    CSU machen Wirtschaftspolitik wie Flasche leer. ich habe fertig!

    ich wähle auf alle Fälle keine CSU mehr - da könnte ich gleich meine hart ersparten Kröten aus dem Fenster werfen oder einem Penner auf der Straße geben (hätte eine sinnvollere Verwendung!)

  • Guten Tag.....Es wird doch wohl niemand annehmen dass dieser Kerl nur 1,5 mio bekommt. Wenn der redet dann rollen noch andere Koepfe. Jede bank ( je saurer um so besser ) hat rabenschwarze Kassen fuer solche Nieten. besten Dank

  • Einen Auftragskiller aus Osteuropa bekommt man für ca 300 Euro. Damit wäre das Thema erledigt.

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