Ex-Ehemann soll Kontakt mit Osama bin Laden gehabt haben
Ex-Frau belastet Terrorverdächtigen schwer

Der des Terrorismus verdächtigte Reda Seyam soll Kontakt mit Osama bin Laden und anderen Al-Qaeda-Mitgliedern gehabt haben. Das berichtete seine Ex-Frau einer Zeitung.

HB BERLIN. Die frühere Frau des dem Terrornetzwerk Al Qaeda zugerechneten Deutsch-Ägypters Reda Seyam hat ihren Ex-Ehemann schwer belastet. Der mittlerweile in den USA wegen Terrorverdachts inhaftierte Ramzi Binalshib habe eines Tages vor ihr «im Auto meines Mannes gesessen», berichtete die Frau der Zeitung «Bild am Sonntag».

Außerdem habe ihr Seyam erzählt, während eines Aufenthaltes in Saudi-Arabien Osama bin Laden zu Gast gehabt zu haben. Die Frau, die mittlerweile durch das Zeugenschutzprogramm des Bundeskriminalamtes eine neue Identität erhalten hat, berichtete, während des Kriegs in Bosnien Augenzeugin bei der Hinrichtung serbischer Gefangener durch Islamisten geworden zu sein.

Die aus Mannheim stammende Frau hatte Seyam in Bonn kennen gelernt, 1988 heiratete sie ihn und trat zum Islam über. Das Paar lebte zunächst in Deutschland, später in Bosnien, zuletzt in Saudi-Arabien. Ihr Mann habe auf dem Balkan für die dort kämpfenden Gotteskrieger in deutschen Moscheen gesammelt und Waffen beschafft, sagte seine Ex-Frau. Nach ihrer Trennung von ihrem Mann und den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA habe sie sich den deutschen Sicherheitsbehörden anvertraut

.

Sie sei bereit, vor Gericht auszusagen. Gegen Seyam, der Dank der Heirat die deutsche Staatsangehörigkeit hat, ermittelt der Generalbundesanwalt wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Er wird beschuldigt, die Terroranschläge auf Bali, bei denen über 200 Menschen starben, finanziert zu haben.

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