Deutschland
Ex-Terrorist Klein auf freien Fuß gesetzt

Das frühere Mitglied der Terrorgruppe Revolutionäre Zellen, Hans-Joachim Klein, ist vom hessischen Justizministerium begnadigt worden. Das Landgericht Frankfurt hatte Klein im Februar 2001 im so genannten Opec-Prozess wegen Mordes, versuchten Mordes und Geiselnahme zu neun Jahren Haft verurteilt.

HB WIESBADEN. Die Entscheidung sei „nach eingehender Prüfung und Abwägung aller Umstände“ getroffen worden, teilte das Ministerium am Montag in Wiesbaden mit. Klein sei noch am selben Tag entlassen worden.

Klein war für seine Beteiligung am Anschlag auf die Opec- Konferenz 1975 in Wien zur Rechenschaft gezogen worden. Bei dem Anschlag unter dem Kommando des Venezolaners Ilich Ramirez Sanchez alias „Carlos“ hatten Terroristen drei Menschen erschossen und später elf arabische Ölminister entführt. Klein war damals angeschossen worden. Er hatte sich später vom Terrorismus losgesagt.

Seit September dieses Jahres ist der 65-Jährige Freigänger und geht einer Beschäftigung außerhalb der Haftanstalt in Frankfurt nach. Nach Anrechnung seiner Untersuchungshaft in Frankreich und Deutschland hätte er zwei Drittel seiner Strafe am 1. Mai 2004 verbüßt.

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