Exklusivstudie
Wirtschaft steckt zwei Milliarden in Hochschulen

Eine Exklusivstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft belegt: Deutsche Unternehmen haben im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro in die akademische Bildung investiert. Bund und Länder geben jährlich 23 Milliarden Euro für die Hochschulen aus.
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ESSEN. Seit Jahren wird der deutschen Wirtschaft im Wechsel vorgeworfen, sie tue zu wenig für die Hochschulen oder sie mische sich zu sehr ein. Nun gibt es erstmals konkrete Zahlen: 2009 haben die Unternehmen rund 2,2 Mrd. Euro in die akademische Bildung investiert. Das ist doppelt so viel, wie sie für Auftragsforschung an Hochschulen ausgeben. Ziel ist die Sicherung des Nachwuchses - vor allem in den Wirtschaftswissenschaften und im Ingenieurwesen. Das ergab eine Studie des Stifterverbandes und des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln.

Die Summe sei "überraschend hoch", meint der Generalsekretär des Stifterverbandes, Andreas Schlüter, "sie entspricht dem Budget von zehn mittleren bis großen Hochschulen". Zudem seien diverse Posten wie Software-Spenden, Zuwendungen über Dritte und Lehraufträge nicht erfasst.

Bund und Länder geben jährlich 23 Mrd. Euro für die Hochschulen aus. Angesichts der klammen Kassen "ist der Beitrag der Wirtschaft dringend notwendig", sagte Hochschulrektoren-Präsidentin Margret Wintermantel beim Villa-Hügel-Gespräch des Stifterverbandes, bei dem die Studie vorgestellt wurde.

Von den gut 1,5 Mrd. Euro, die direkt an Studenten fließen, entfällt der größte Teil auf die mittlerweile 49.000 Teilnehmer an dualen Studiengängen, die im Wechsel studieren und für ihr Unternehmen arbeiten. Hier wurden die Gesamtausgaben veranschlagt.

Es folgt eine gute halbe Milliarde Euro für Praktikanten. Auch das seien Investigationen in die Hochschulen, denn heute sehe jedes zweite Bachelorstudium ein Pflichtpraktikum vor.

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