Experte hält derzeitige Debatte für verkürzt
Institut: 40-Stunden-Woche längst Realität

Der Untersuchung eines der Bundesagentur für Arbeit angegliederten Instituts zufolge ist die 40-Stunden-Woche in Deutschland längst Alltag. Deutsche Beschäftigte arbeiteten durchschnittlich 39,9 Stunden pro Woche, sagte Eugen Spitznagel, Chef der Abteilung Konjunktur, Arbeitszeit und Arbeitsmarkt am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der „Berliner Zeitung“ laut einem Vorabbericht aus der Dienstagsausgabe.

HB BERLIN. Der entsprechende Durchschnittswert liege in der Europäischen Union (EU) vor deren Erweiterung am 1. Mai exakt bei 40 Stunden und damit nur marginal höher. „So schlecht stehen wir gar nicht da“, sagte Spitznagel. Das IAB ist den Angaben zufolge der wissenschaftliche Arm der Bundesagentur und berät sie in arbeitsmarktpolitischen Fragen. Die Zahlen beruhen auf Erhebungen des europäischen Statistikamtes Eurostat.

Spitznagel warnte im Gespräch mit der Zeitung vor einer verkürzten Sichtweise. „Ich halte die derzeitige Debatte deshalb für verkürzt, weil man nur auf die tariflichen Regelarbeitszeiten schaut“, sagte er. Überdies werde oft außer Acht gelassen, dass deutsche Betriebe die Arbeitszeiten inzwischen viel flexibler einteilen könnten als Firmen in anderen Ländern Europas.

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