Experten sehen Bio-Potenzial
Gegenwind für Windenergie-Branche

Fachleute aus Wissenschaft und Energiebranche befürchten, dass der Windenergie-Branche in den kommenden Jahren eine Flaute droht. Grund dafür seien einschränkende Förderbestimmungen, so das Ergebnis einer Anhörung des Bundestags-Umweltausschusses.

HB BERLIN. Zwar nehme die Zahl der Windräder derzeit noch zu, sagte Knud Rehfeldt von der Deutschen WinGuard GmbH (Varel). Jedoch erwarte er bis 2010 einen Einbruch für seine Branche, da die zu erwartenden Effizienzsteigerungen die Belastungen nicht auffangen könnten. Ein hohes Potenzial bescheinigten die meisten Sachverständigen der Bioenergie. Die Union forderte in diesem Bereich Nachbesserungen.

Mit dem Gesetz will die rot-grüne Koalition die Förderung in den verschiedenen Bereichen der erneuerbaren Energien an die Wirtschaftlichkeit in den Unternehmen anpassen. Ihr Anteil an der Stromversorgung soll bis 2010 auf mindestens 12,5 % verdoppelt und bis 2020 auf 20 % weiter erhöht werden. Die Vergütung für Windenergieanlagen an Land wird nach den Regierungsplänen gesenkt, die Förderbedingungen auf See (off shore) verbessert. Verbesserungen gibt es auch bei der Erzeugung von Strom aus Biomasse und aus großen Wasserkraftanlagen, während die Förderbedingungen für kleine Wasserkraftanlagen eingeschränkt werden.

Hierbei warnten die Umweltpolitiker der Union, Peter Paziorek und Doris Meyer, vor überzogenen naturschutzrechtlichen Einschränkungen der Förderung. „Diese sind systemfremd und gefährden eine weitere Erschließung des Potenzials bei der kleinen Wasserkraft“, erklärten sie. Bei Windenergieanlagen dürfe es dagegen keinen weiteren Neubau an windungünstigen Standorten im Binnenland geben. „Dies ist weder aus ökologischen noch ökonomischen Gründen sinnvoll.“

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