Experten werten Funkverkehr und Unterlagen aus
In München soll alles besser werden

Die Betreiber der Transrapid-Teststrecke haben Sicherheitslücken eingeräumt. Alle Beteiligten beeilen sich nun zu versichern, dass diese auf kommerziellen Strecken wie der geplanten Münchener Trasse undenkbar seien. Der bayerische Wirtschaftsminister Huber sieht daher das Projekt auch nicht gefährdet – und warnt Berlin vor einem Rückzug aus der Unterstützung für die Magnetbahn.

HB MÜNCHEN/LATHEN. Auch nach dem tragischen Unglück im Emsland seien keine grundsätzlichen Zweifel an dem System und der Technologie angebracht, sagte der CSU-Politiker am Montag im ZDF. Union und SPD hätten sich im Koalitionsvertrag verpflichtet, das Projekt zu unterstützen. Der Bundestag habe schon Gelder frei gegeben. Der Transrapid habe entscheidende Vorteile gegenüber der Bahn. Er sei sicherer, schneller und besser.

Im Herbst soll über den Bau einer rund 37 Kilometer langen Transrapid-Anbindung für München zwischen Stadt und Flughafen entschieden werden. Die Finanzierung des etwa 1,6 Mrd. bis 1,8 Mrd. Euro teuren Projekts ist unklar. Die Entwicklung des Transrapids wird seit Jahren mit etlichen Millionen aus der Staatskasse gefördert. Die Grünen lehnen eine Transrapid-Strecke in der bayerischen Hauptstadt ab.

Zu Berichten, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sei vom Zeitplan für die Entscheidung über den Bau der Strecke abgerückt, sagte Huber am Montag im Bayerischen Rundfunk: „Der Bundesverkehrsminister hat keinesfalls eine Änderung des Zeitplans angekündigt.“ Er habe gesagt, dass die Sicherheit oberste Priorität habe. Dem stimme er uneingeschränkt zu.

Huber zeigte sich zuversichtlich, dass es zu einer Einigung komme und der Zeitplan in etwa gehalten werde oder es maximal geringere Verzögerungen gebe. „Wir rechnen mit dem Abschluss des Genehmigungsverfahrens Mitte nächsten Jahres, dieser Zeitplan wird durch die mögliche Nachbesserung des Sicherheitskonzeptes nicht in Frage gestellt“, sagte Huber. Spätestens im Dezember würden sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) zu einem Spitzengespräch treffen.

Einen Unfall wie im Emsland hält er nach seinen Erkenntnissen auf einer möglichen Trasse in München für unmöglich. Das Sicherheitskonzept in München sei besser als das der Teststrecke im Emsland. „Es ist ein integriertes Sicherheitssystem bereits vorgesehen, in dem alle Fahrzeuge eingebunden sind, die sich auf dieser Strecke bewegen.“ Dies war im Emsland nicht der Fall. Der Werkstattwagen, mit dem die Bahn zusammenprallte, wurde nicht elektronisch erfasst und unterlag somit vollständig der menschlichen Kontrolle.

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