Extra-Versicherung für Zahnersatz - Krankengeld erst später privat
Gesundheitsreform: Die ersten Details

Nach der Einigung auf einen Kompromiss zu Gesundheitsreform in der Nacht sind erste Details bekannt geworden. So soll der Zahnersatz künftig über eine obligatorische Zusatzversicherung versichert werden.

HB/dpa BERLIN/MÜNCHEN. Wie der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber am Montag in München erläuterte, sollen die Patienten dabei wählen können zwischen einer gesetzlichen Extra-Versicherung und einer Privatversicherung. Die von der rot-grünen Koalition vorgeschlagene Privatisierung des Krankengeldes wird laut Stoiber vorerst nicht verwirklicht.

Unklar blieb zunächst, ob und wann der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wie angestrebt auf unter 13 % gesenkt werden kann. Stoiber berichtete, das geplante Einsparvolumen von 20 Mrd. € werde erst 2006/07 erreicht. Zunächst seien es nur rund zehn Mrd. €.

Der CDU-Sozialexperte Andreas Storm hatte zuvor in Berlin gesagt, es werde eine deutliche Senkung der Beitragsbelastung in den nächsten drei Jahren erreicht. Der Beitragssatz könne dann um etwa zwei Prozentpunkte auf deutlich unter 13 % gesenkt werden.

Unions-Verhandlungsführer Horst Seehofer (CSU) erläuterte, für die Zuzahlungen der Patienten gelte die Faustregel von 10 % pro Arztbesuch, maximal 10 € im Einzelfall. Insgesamt müsse niemand mehr als 2 % seines Bruttoeinkommens abzüglich der Kinderfreibeträge bezahlen, chronisch Kranke maximal 1 %. Für Krankenhausaufenthalte gelte pro Tag eine Zuzahlung von 10 €. Die Zuzahlungen zum Arztbesuch fielen pro Quartal nur einmal an. Insgesamt sei die Reform zunächst auf vier Jahre veranschlagt.

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