Deutschland

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Extremismus: NRW arbeitet an Aussteigerprogramm für Salafisten

Der Salafismus wird in Nordrhein-Westfalen nach dem Bonner Bombenfund zu einem wachsenden Sicherheitsproblem. Aus diesem Grund arbeitet der NRW-Verfassungsschutz an einem Aussteigerprogramm für Salafisten.

Salafisten sind nach dem Bombenfund auf dem Bonner Hauptbahnhof wieder verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden gerückt. Quelle: dpa
Salafisten sind nach dem Bombenfund auf dem Bonner Hauptbahnhof wieder verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden gerückt. Quelle: dpa

BerlinDer nordrhein-westfälische Verfassungsschutz arbeitet an einem Aussteiger- und Präventionsprogramm für Salafisten. Verfassungsschutzchef Burkhard Freier sagte der Zeitung „Welt am Sonntag“ (NRW-Ausgabe) laut Vorabbericht, mit dem Programm sollten für den Salafismus anfällige Menschen angesprochen werden, „bevor sie in der extremistischen Szene eingebunden sind“.

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Wenn jemand in die Szene eingestiegen sei, werde es meist schwierig, ihn wieder herauszuholen. Für das Präventionsprogramm werde eine enge Zusammenarbeit mit muslimischen Verbänden und Vereinen gesucht, heißt es in dem Vorabbericht weiter. Durch die Kooperation solle signalisiert werden, dass es mit dem Programm nicht um den „Ausstieg aus dem Islam geht, den wir achten“.

Salafisten sind nach dem Bombenfund auf dem Bonner Hauptbahnhof wieder verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden gerückt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des versuchten Attentats Medienberichten zufolge gegen mindestens drei Salafisten. Am 10. Dezember war eine Tasche mit einer Bombe am Bonner Hauptbahnhof abgestellt worden, der Sprengsatz detonierte aber nicht.

Innenpolitik

In Nordrhein-Westfalen gibt es seit längerem eine aktive Salafisten-Szene. Der Salafismus beruft sich auf eine reaktionäre Auslegung des Islam und gilt als die am schnellsten wachsende Strömung in der islamistischen Szene. Für junge Muslime ist der Salafismus oft eine Zwischenstation auf dem Weg in den Dschihad, den Heiligen Krieg. In Deutschland werden bis zu 4000 Menschen dem Umfeld der Salfisten zugerechnet.

Allein in Nordrhein-Westfalen habe sich die Zahl extremistischer Salafisten im Jahr 2012 auf rund 1000 verdoppelt, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf den Verfassungsschutz des bevölkerungsreichsten Bundeslandes.

 

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