Exzellenzinitiative
Aachen, Heidelberg und Konstanz vor Sieg

Die RWTH Aachen und die Universitäten Heidelberg und Konstanz haben nach Informationen des Handelsblatts beste Chancen, in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative zu Elite-Unis gekürt zu werden. Zwar fällt die endgültige Entscheidung erst am Freitag - die drei Unis haben aber die Wissenschaftler unter den Juroren hinter sich gebracht, die die Mehrheit stellen.

bag/HB BERLIN. Wie das Handelsblatt am Donnerstag aus Gesprächen der Wissenschaftsminister mit dem gemeinsamen Ausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates erfuhr, haben sich die Wissenschaftler für die drei Hochschulen ausgesprochen. Durchfallen ließen DFG und Wissenschatsrat dagegen die Berliner Humboldt-Universität sowie die Universitäten Göttingen und Bochum,

„Auf der Kippe“ stünden die Bewerbungen der Universität Freiburg und der Freien Universität Berlin für den prestige- und förderungsträchtigen Titel. Die acht Hochschulen hatten sich für die Endrunde der Exzellenzinitiative qualifiziert. In der ersten Runde waren die Universität Karlsruhe sowie die beiden Münchner Unis zu Eliteuniversitäten gekürt worden.

Die endgültige Entscheidung fällt der so genannte Bewillungsausschuss am Freitag. Darin sind sowohl die Wissenschaftler als auch alle Wissenschaftsminister von Bund und Ländern vertreten. Die Wissenschaftler haben jedoch eine Stimmenmehrheit. Bei der ersten Runde vor einem Jahr hatte es heftige Auseinandersetzungen gegeben, bevor die Unis in München und Karlsruhe als Sieger ausgerufen wurden. Jede dieser Hochschulen soll mit einer jährlichen Unterstützung von durchschnittlich 21 Millionen Euro konkurrenzfähiger mit internationalen Spitzenuniversitäten werden.

Die beiden Ausschüsse entscheiden am Donnerstag und Freitag außerdem über 44 Anträge auf Förderung von Graduiertenschulen sowie 40 Anträge von Uni-Einrichtungen, bei denen eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie im Vordergrund steht.

Die 2005 gestartete Exzellenzinitiative wird mit dem Zuschlag für die zweite Vergaberunde abgeschlossen. DFG und Wissenschaftsrat forderten aber bereits eine Fortsetzung, um den eingeleiteten Prozess der Dynamisierung des deutschen Hochschulsystems nicht gleich wieder zu stoppen. Die Exzellenzinitiative ist mit einer Förderung von 1,9 Milliarden Euro von allen siegreichen Hochschulen zusammen verbunden.

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