EZB-Hilfen Merkel stellt sich hinter Draghi

Für die Bundeskanzlerin ist der Kurs des EZB-Präsidenten Mario Draghi bei den Hilfen für verschuldete Euroländer absolut in Ordnung. Das gelte auch für die Bedingungen, die Staaten als Gegenleistung erfüllen müssen.
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Angela Merkel ist zu Besuch in Kanada. Dort stellte sie sich heute hinter den Kurs von EZB-Präsident Mario Draghi bei der Hilfestellung für verschuldete Euroländer. Quelle: Reuters

Angela Merkel ist zu Besuch in Kanada. Dort stellte sie sich heute hinter den Kurs von EZB-Präsident Mario Draghi bei der Hilfestellung für verschuldete Euroländer.

(Foto: Reuters)

OttawaBundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag (Ortszeit) in Kanada den Kurs des EZB-Präsidenten Mario Draghi bei der Hilfestellung für verschuldete Euroländer unterstützt. Das Bestehen der EZB auf bestimmte Bedingungen, die Staaten als Gegenleistung für Hilfe erfüllen müssten, sei absolut in Ordnung. Es sei die Voraussetzung, um eine positive Entwicklung des Euro sicherzustellen. Merkel wiederholte zudem, dass sich alle Mitgliedsländer verpflichtet fühlten, den Euro als gemeinsame Währung zu halten. “Die Zeit drängt”, sagte Merkel vor Journalisten nach ihren Gesprächen mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Stephen Harper in der Hauptstadt Ottawa.

Es war der erste öffentliche Aufritt der Bundeskanzlerin nach der Sommerpause. Kanada sei mit seiner strikten Haushaltsdisziplin und einem starken Wachstumskurs Vorbild für die Lösung der Eurokrise: “Kanada ist nicht ein Ratgeber, der nur anderen etwas nahelegt, sondern es auch Zuhause praktiziert.”

Draghi hatte am 2. August erneute Anleihekäufe der EZB von verschuldeten Staaten unter strenge politische Auflagen gestellt. Spanien und Italien haben sich noch nicht zu formellen Anträgen für solche Bondkäufe entschieden.

“Es wird mittlerweile klar, dass die EZB-Bondkäufe unter dem Vorbehalt fiskalischer und struktureller Reformen stehen werden”, hieß es von Analyst Jürgen Michels von der Citigroup in einer Markteinschätzung.

Merkel wird ihre Krisenpolitik in der kommenden Woche mit einem Treffen des französischen Staatspräsidenten Francois Hollande am 23. August fortsetzen, wie die Nachrichtenagentur Agence France-Presse AFP berichtete. Am darauffolgenden Tag wird der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras zu Gesprächen in Berlin erwartet.

  • Bloomberg
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30 Kommentare zu "EZB-Hilfen: Merkel stellt sich hinter Draghi"

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  • @Eurodesaster

    Mittlerweile verachte ich Frau Merkel mit ihrem dümmlichen Eurokurs. Die Dame und Herr Scheuble sind mit der derzeitigen Situation total überfordert. Wir sollten eine Technokraten -Regierung aufstellen, jedoch ohne Herrn Prof. Bofinger etc. sonst wäre Deutschland verraten und verkauft!

  • @DagmarK
    Montags-Demo: Bitte ganz schnell ausrufen, ich bin jeden Montag dabei!
    Auch bei Wind und schlechtem Wetter!

    Nur ein Problem: Die Lizenz zum Demonstrieren haben nur die SPD, die Grünen und die Gewerkschaften. Diese Genossen sind jedoch für die uneingeschränkte Rettung mit Eurobonds, mit denen kann man nichts anfangen, die sind in ihrer Ideologie gefangen!

  • @karstenberwanger
    Diese Frau macht absolut alles nur nicht das eigene Volk vertreten. Ich hoffe dass all diese HEuchler und VErbrecher von CDU, SPD, FDP und Co beim grossen Knall unbürokratisch haftbar gemacht werden.

    Antwort:
    Den Volksvertretern passiert schon nix. Siehe Kurt Beck in Rheinland-Pfalz. Er finanziert und rettet alles, was ihm vorgelegt wird (Nürburgring, Strukturbank ISB, Schlosshotel, 1. FCK). Außerdem hat die SPD dieses Bundesland in über 20 Jahren Regierungszeit finanziell an die Wand gefahren.

    Die Opposition stellt die Vertrauensfrage im Landtag, die SPD und die Grünen fürchten um ihre guten Gehälter und Pensionen und sprechen Kurt Beck immer wieder das Vertrauen aus. Der Landesrechnungshof schreibt kritische Berichte, alles für die Tonne. So geht das Jahr um Jahr.

    Ein Gesetz, das die Schadenersatzpflicht etc. regelt, gibt es einfach nicht. Da ist ein Fehler im System, den keine Partei bereinigt.

    Man sollte zukünftig Geschäftsführer mit der Regierungsverantwortung betrauen, die man bei Bedarf unbürokratisch entfernen kann. Die Bürger als Volksvertreter kann man getrost vergessen.

  • Mit Frau Merkel und Herrn Scheuble kann man so etwas immer machen, die verschlafen jede Entwicklung.

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, sagte schon der alte Gorbatschow! Das Ende der UDSSR folgte.

  • Frau Merkel hat die Tragweite der Euro-Krise für Deutschland geistig nicht erfasst. Nur so kann man ihre haltlose Unterstützung für Herrn Draghi von der EZB charakterisieren.

    Wenn ich schon lese, dass die Staaten eine Gegenleistung für die Hilfe erfüllen müssen, wird mir ganz übel, weil die Gegenleistungen verheimlicht werden und wie bisher praktiziert auch niemals erfüllt werden.

    Eine echte Gegenleistung wäre, wenn Spanien z. B. die Insel Mallorca an Deutschland verpfänden (verkaufen) würde, oder wir einen Anteil an den Goldreserven von GR „in Deutschland“ in Verwahrung nehmen würden.

    Frau Merkel hat es offenbar verschlafen, dass der Euro in einem Euroland mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Leistungen nicht mehr zu halten ist.

    Frau Merkel sollte allen Europäern klar machen, dass Deutschland den Euro und die EU verlassen muss, um den Euro zu retten. Es macht keinen Sinn, den Staats-Bankrott verschiedener Euro-Länder auf die lange Bank zu schieben.

    Der Führungsstil mit der Kaltstellung ihrer Kritiker von Frau Merkel offenbart ihre Schwäche im Umgang mit Führungskräften und Mitarbeitern. In jedes erfolgreiche Team gehören Querdenker, die das Team mit ihrer anderen Denkweise bereichern. Nur schwache Manager wie Frau Merkel umgeben sich gerne mit Ja-Sager, die sind sehr bequem, allerdings verschläft das Team dadurch interessante Entwicklungen, weil echte Diskussion nicht stattfinden.

    Eine weitere Schwäche von Fr. Merkel ist, zunächst eine sture Haltung einzunehmen und nach einigen Vorhaltungen der Gegenseite einfach umzufallen. So kann man keine Krise meistern.

    Gut ist, dass die Mannschaft hinter Frau Merkel ihren Unmut kundtut und ihr nach und nach die Gefolgschaft verweigert.

    Nur Mut Herr Bosbach, Herr Schlormann, Herr Fuchs, Herr Willsch etc., Deutschland möchte „täglich“ ihre Meinung zu Europa und dem Euro hören.

    Frau Merkel und Herr Scheuble sind zu schwach und lassen sich verbiegen!

  • Zitat:"...dass sich alle Mitgliedsländer verpflichtet fühlten,den Euro als gemeinsame Währung zu halten."
    Frau Bundekanzlerin Merkel, starten Sie doch bei der Bevölkerung
    des Mitgliedslandes Deutschland eine Befragung wer sich verpflichtet fühlt angesichts der enormen Schulden, die dieses Land angehäuft hat, ganz Europa zu retten!
    Es wäre endlich an der Zeit, dass Sie, Frau Bundeskanzlerin, in den Medien über die enormen Rechtsbrüche der EU und die Auswirkungen für alle Bürger informieren.Aber eine Bevölkerung, die dumm gehalten wird, kann ja auch nicht protestieren.
    Verantwortungsbewußtsein für Deutschland sollte ein Teil der Leitlinie Ihrer Entscheidungen sein.
    Nach der Entwicklung der letzten fünf Jahre könnte man aufatmen, wenn dieser Euro-Wahn ein Ende hätte.

  • Mir ist nach Putsch..nach Zwangsjacken und Gummizellen.
    Wo bleiben denn die Stimmen der Psycho-und-Soziologen,
    wenn man sie mal braucht,Vorgänge und Handlungsstränge der politisch agierenden unter die Lupe zu nehmen.
    Das ist doch völlig irrational was Merkel,Schäuble und
    Mittäter hier abziehen..Alleine schon Altmeier sein
    10 Punkteplan der Überwachung durch Ehrenamtler ist
    ein Fall für die Couch..


  • Spanien hat ihr "dringedes Geld für ihre strauchelnden Banken ohne Reformauflagen" - FREMDMISSBRAUCHCHT !! Jetzt kam raus sie haben die 100 Milliarden EURO einfach genommen um ihre Staatsanleihen günstig finanzieren zu können. Also diese Lügen und Trixereien von Spanien findet Merkel auch gut, ja ?? Warum tut sie nichts gegen Missbrauch ??

  • So ist es - Madame-"Wie schaff ich Deutschland ab" hängt die Fahne Richtung ihr am wenigsten erwachsenden Widerstandes.

  • Wer nimmt Frau Merkel endlich die Scheuklappen ab?

    Sie meinen wohl, wann nimmt das verschlafene, obrigkeitshörige deutsche Wählervolk die Scheuklappen ab?!
    Merkel hat keine Scheuklappen auf, sie folgt gehorsam einem perfiden Plan der internationalen Finanzmafia!

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