EZB-Reichtumsstudie „So arm sind wir Deutschen doch gar nicht“

Die Zyprer verfügen laut einer EZB-Studie über ein höheres Vermögen als die Deutschen. Im Netz sorgt das für eine Kommentarflut. Manche sehen ihre Vorurteile bestätigt, andere halten die Studie für wenig aussagekräftig.
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Zyprer reicher als Deutsche?

DüsseldorfEine EZB-Studie sorgt für Diskussionen: Die Luxemburger sind im europaweiten Vergleich die Reichsten, die Deutschen eher arm? Sogar die Bewohner der Krisenstaaten Italien, Spanien und auch Zypern sollen größere Vermögen haben als der Durchschnittsdeutsche? Das wollen viele Leser im Netz nicht glauben. Andere sehen dadurch bestätigt, was sie schon immer gewusst haben wollen.

So wie Handelsblatt-Kommentator „Oekonomix“, der angesichts der aktuell nicht idealen Bedingungen für Anleger schreibt: „Warum die Deutschen arm sind: Niedrige Zinsen, Deutsche Telekom, Schiffsfonds, Riesterrente etc. Die Deutschen Sparer werden im Verbund von Banken und Regierung um ihr schwer verdientes Geld gebracht, während im Süden fette Zinsen gezahlt werden. Wenn die deutschen Anleger trotzdem Gewinne machen, greift der Finanzminister kräftig zu. Übrig bleiben Renditen unter der Inflationsrate.“

Auch Kommentator „Armin Dick“ schlägt in diese Kerbe: „Die Zahlen bestätigen, was wir schon immer wussten. Wer es sich noch leisten kann zu verreisen, sieht im europäischen Ausland sehr deutlich wie ärmlich es um das Straßenbild in Deutschland bestellt ist, Abbild der Vermögensverhältnisse seiner Bewohner. Der ehrliche, allzu leichtgläubige Deutsche ist beim aktuellen Transfer - mal wieder - der Dumme.“

Bei Leser „Ecke“ herrscht hingegen Fassungslosigkeit: „Deutschland ist eine der innovativsten Industrienationen überhaupt - und dann ist es im Schnitt „ärmer" als die Euro Schwellenländer? Da bleibt einen doch gleich die Spucke weg.“ Nicht fassen kann die Erkenntnisse der EZB-Studie auch Twitternutzer Pat - allerdings in umgekehrter Weise. „'Deutsche die Ärmsten im Euroraum' - Sorry aber so arm sind wir doch gar nicht, oder?“, fragt er.

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16 Kommentare zu "EZB-Reichtumsstudie: „So arm sind wir Deutschen doch gar nicht“"

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  • Deutsche was seit ihr so entsetzt? Denkt doch mal weiter - in die Vergangenheit. Nach den 2 Vollentwertungen nach dem 1. und 2. weltkrieg waren alle Guthaben bei Null; nach 1945 waren auch noch alle Stadthäuser und die gesamte Industrie am Arsch. Das ist in den meisten Südländern so nicht geschehen. Zudem hat das deutsche Volk nie Gewinne aus den Kolonien in die private Tasche abzweigen können. Bei unseren Nachbarn mit langer Kolonialtradition sind durch die Tätigkeiten in den Kolonien immer private Sparguthaben geschaffen worden. Diese haben sich über Jahrhunderte als Goldschmuck, Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen angehäuft. Wir hier kommen doch erst seit einigen Jahren in den Genuss zu erben! Unsere Urgroßväter- bis Vätergenerationen haben doch ununterbrochen das eigene Volksvermögen zerschlagen. Und jetzt regt sich die erste Erbengeneration in Neiddebatten bzgl. der Nachbarstaaten auf. Lächerlich!!!! Hätten wir in ganz Europa für die von unseren Vorgenerationen angerichtetenn Schäden aufkommen müssen, wären wir alle blank und arm wie Kirchenmäuse. also geniest Eure paar Euros und wenn ihr unbedingt Geld vererben wollt dann geht nicht mehr so oft und so weit in den Urlaub. Nutzt eure KFZ bis sie auseinanderfallen und kauft Klamotten die man 15 Jahre tragen kann. kauft vererbbare Qualität und nicht Schlaf- und Wohnzimmer die nach 10 Jahren zu ersetzen sind. So erzeugt man ganz nebenbei ein kleines Vermögen.

  • Ich war im Oktober in Griechenland (ländliche Gegend, keine Insel), ich bekam nur neueste und größte Traktoren und andere Landmaschinen zu gesicht. Auch der Fuhrpark von nicht vernachlässigbaren Teilen der Bevölkerung war überdurchschnittlich, um nicht luxoriös zu sagen. Viele Krankenhäuser weisen modernere Ausstattungen aus, als hierzulande. Man kann richtig sehen wohin die hunderte Milliarden aus dem Norden geflossen sind. Klar nur an einen Anteil der Menschen, aber der Reichtum ist noch eindeutig da! Da läßt es sich das Beamtentum echt gut gehen.

  • Zitat HB/ Menschen in den Ländern mit, laut Studie, hohen Vermögenswerten (Griechenland: 27.700 Euro/22.000 Euro, Portugal: 20.300 Euro/14.600 Euro oder Spanien: 31.300Euro/24.800 Euro), haben in der Regel ein wesentlich niedrigeres Einkommen.


    Kleine Korrektur: haben ein wesentlich niedrigeres versteuertes Einkommen..........und dann kommen wir der Sache nämlich schon etwas näher.

    Schon erstaunlich, wie sich Leute mit so niedrigem Einkommen Immobilien leisten können? Lauter Lottogewinner.

  • Trotzdem passt da etwas nicht: Wenn die Deutschen das geringste Vermögen haben, aber ein höheres Median-Einkommen als die Krisenländer - wo bleibt dann das Geld, das die Deutschen verdienen? In Deutschland haben wir bekanntlich eine der höchsten Sparquoten weltweit!

  • Bei dieser Schlussfolgerung kommt mir nur eine Frage in den Sinn: wollen Sie Ihre Leser für Dumm verkaufen, oder haben Sie das Prinzip des Medianwertes nicht verstanden? Was der "Durchschnitt" verdient spielt keinerlei Rolle, denn dort wird das Vermögen der oberen 10.000 voll auf die Bevölkerung angerechnet. Die Deutsche Bevölkerung ist mit einem Median-Vermögen von 51.000 € Schlusslicht und nichtmal halb so vermögend wie der Euroraum im Mittel (108.000 €). In Zypern haben 50% der Bevölkerung also ein Vermögen von mehr als 267.000 € ... da hilft man gern.

  • Die Überschrift stimmt absolut, weil man damit nur die Politiker, Banker und Manager meint. Der normale Bürger und die meisten Rentner leben unterhalb der Armutsgrenze ( ca. 850 Euro lt. Statistik ). Ich bin einer davon ( 750 Euro ), nur weil sich die Argemitarbeiter weigerten mich zu vermitteln bzw. nicht gewillt waren, da ich die 50 überschritten habe. Dies auf Anweisung der Politiker!!!!

  • Die Haushalte in GR sind nicht nur in der Statistik reicher. Sie sind auch in der Realität reicher. Es wohnen praktisch alle im eigenen Haus und fast jeder Zweite hat eine Ferienwohnung. Bei einigen Leuten (meist Beamte aus den Forstämtern und Finanzämtern) war der EU-Geldregen in den 80ern und 90ern und dann noch einmal um 2004 herum so intensiv, dass sie sich gleich mehrere Immobilien leisteten – eingetragen auf die Kinder und Enkel. Diese Immobilien werden oft als Ferienwohnungen etc. an Gäste vermietet und tragen so erheblich zur Verbesserung des Einkommes bei. Sind die Kinder groß, ziehen sie selbst ein. Dazu muss ich natürlich auch noch anmerken, dass es hier sehr viele Beamte – auch aus den o.g. Behörden – gibt… Und man gibt sich auch nicht mit einem Kleinwagen zufrieden, sondern fährt gern teuer und exklusiv.
    Natürlich gibt es auch Menschen in GR, die das alles nicht haben. Aber diese Menschen gibt es in jedem Land und in jedem System. Es sind die, die sozusagen überall durch die Ritzen fallen. Denen geht es jetzt ganz besonders schlecht, denn bei ihnen wurde am Kräftigsten gekürzt. Und weil sie schon vorher sehr wenig hatten, haben sie jetzt zu wenig. Zu wenig zum Leben in Würde. Das sind dann diejenigen, die Journalisten gern als Indiz für die Verarmung Griechenlands fotografieren. Meist ist das eine sehr verkürzte Darstellung, denn solche Zustände sieht man am deutlichsten in großen Städten wie Athen und Saloniki. Die andere Hälfte der Griechen aber lebt auf dem Land und dort geht es den Leuten noch ziemlich gut. Man meckert zwar auch, aber auf einem netten Niveau.
    Aus meiner Sicht gibt es absolut keinen Grund, warum man nicht von den Griechen erwarten sollte, dass sie sich selbst helfen. Es geht ihnen auf keinen Fall schlechter als einem Durchschnittsverdiener in Deutschland – sie sind nur nicht daran gewöhnt, einen so schlechten Verdienst zu haben.

  • Die Alternative für Deutschland hat besonders ältere Unterstützer und Mitglieder. Und das ist gut so.

    Hier steckt eine geballte Ladung von Wissen vieler erfahrener Professoren und Doktoren aus der Ökonomie. Zudem ist das Euro-Problem schon sehr lange bekannt. Unsere Politiker haben das deutsche Volk jahrelang zum narren gehalten. Diese Politiker gehören für 300 Jahre eingesperrt. Die Begründungen dafür sind seitenlang. Die Bevölkerung der Euro-Länder wurden und werden durch die heimischen Politiker bewusst nicht aufgeklärt. Aufklärung tut not.

    Die fehlende Aufklärung will die Alternative für Deutschland nachholen. Stellen wir uns vor, dass die alternative für Deutschland in den Bundestag einzieht. In dieser Position kann die AfD das Volk allumfassend erreichen. Was folgen wird, ist ein massenhafter Austritt der Mitglieder aus den anderen Parteien. Das sind der blanke Horror und ein Dorn im Auge der anderen Parteien. Deshalb wird permanent gegen die AfD gehetzt und gestänkert. Die erfahrenen Professoren und Doktoren aus der Ökonomie, die der Alternative für Deutschland sehr nahe stehen und unterstützen, sollen plötzlich alle Nationalsozialisten und Faschisten sein? So ein Blödsinn.

    Die Wahrheit ist, dass CDU, CSU, FDP, SPD, Grüne, Linke und Piraten um ihre Stimmen fürchten, die im Herbst an die Alternative für Deutschland gehen. Deshalb werden Verschwörungstheorien gegen die AfD in jeder Hinsicht geschmiedet.

  • Hier werden die Unterschiede kleingeredet. Wohnungseigentum ist nun einmal auch Vermögen und zwar in oder Regel hoch produktives, da Miete eingespart wird. Und der Verweis auf das Einkommen ist ja wohl nicht ernst zu nehmen. Vergleichen wir Einkommen oder Vermögen? Doch wohl Vermögen, sonst können wir gleich Äpfel mit Birnen vergleichen. Meine Beiträge sind selten kritisch und ich habe auch noch nie von Praktikanten gesprochen ,aber so geht es wirklich nicht.

  • Das sind Bruttoeinkommen. Je nach Steuerlast kann der eine Eu-Bürger eben etwas mehr als der andere zur Seite legen, um eine Immobilie zu erwerben.

    In DE bleiben nach Abzug von Steuer und Sozialversicherungen noch etwa 50% vom Brutto, wovon dann wiederum 19% Mwst., Hundesteuer, Brandwein- Leuchtmittel, Mineralölsteuer und jede Menge sonstige Steuern und Gebühren gezahlt werden müssen.

    Und in Zypern?

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