Facebook-Ankündigung
Edathy kündigt Erklärung an

Seit sein Fall öffentlich wurde, ist Sebastian Edathy von der Bildfläche verschwunden. Zuletzt war von Morddrohungen gegen ihn die Rede. Jetzt will er in die Offensive gehen. Via Facebook kündigt er eine Erklärung an.
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BerlinIn die Affäre um Sebastian Edathy kommt Bewegung. Der untergetauchte SPD-Politiker hat sich via Facebook zu Wort gemeldet. Kurz nach 21 Uhr am Sonntagabend postete er: „Morgen Pressemitteilung. Es werden seit Wochen Regeln von Recht und Anstand massiv verletzt.“

Edathy wird vorgeworfen, auf einer kanadischen Webseite möglicherweise kinderpornografisches Material bestellt zu haben.

Der Eintrag Edathys stieß sofort auf Resonanz auf seiner Facebook-Pinnwand. Innerhalb von zwei Stunden betätigten über 160 User den „Gefällt mir“-Button, Dutzende gaben Kommentare ab, darunter die meisten sehr differenziert argumentierend und tendenziell pro Edathy. Aber auch solche wie der von Rainer Meier. „Das ist doch alles scheiße, was du jetzt machst“, schreibt er. Und: „Denke doch bitte an die Kinder und deine Partei. Entschuldige dich und gut ist!“

Andere, wie User Martin Magdziak, versuchen sich, mit dem Fall auseinander zu setzen. „Ist leider wie bei Wulff“, schreibt Magdziak. Die Staatsanwaltschaft habe nichts strafrechtlich Relevantes in der Hand „und um von den eigenen Versäumnissen nun abzulenken, wird alles Mögliche vorgekarrt, was sich recherchieren ließ, um einen Menschen zu ruinieren“.

Ein Gerald H. Wenk erhofft sich von Edathy mehr Klarheit. „Dass Regeln des geltenden Rechts verletzt werden, vermag ich sogar noch nachzuvollziehen“, schreibt er. Aber das mit dem Anstand setze eines voraus: die Erklärung Edathys, „ob und wenn wozu er diese ja strafrechtlich nicht relevanten aber wohl moralisch (im Sinne von Anstand) bedenklichen Materialien bestellt hat“.

Bislang habe er diesbezüglich aber nichts dazu gehört oder gelesen. „Und dabei wäre das doch erst einmal das wichtigste Statement“, so Wenk. „Einfach schon deshalb, um das alles irgendwie „einsortieren“ zu können. Bislang ist man selbst als potentieller Edathy-Sympathisant eher „alleingelassen“.“

Ein Markus Salwasser ergänzt: „Schön ist das alles nicht, und ohne Grund wird sicher nicht so ein großer Wirbel gemacht. Bin mal gespannt was sich noch weiter daraus entwickelt....“

Kommentare zu " Facebook-Ankündigung: Edathy kündigt Erklärung an"

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  • bei den politikern mit all´ deren Verfehlungen kann nur noch der Seehofer helfen. mit seiner ethikkommission so wie bei der Verwandztenaffäre, BayernLB, affäre usw.gell?

  • Richtig so " Beobachter",
    Ganz meine Meinung.
    Aber leider hackt die eine Krähe der anderen ...
    Es haben noch so viele Dreck am stecken.
    In diesem Land läuft so einiges schief.
    Eine Lösung hätten ich ...

  • Zitat : Via Facebook kündigt er eine Erklärung an.

    - die Justiz hat diesen Pädophilen Spurenvernichter ins Land vor den Kadi für Erklärungsabgaben zu zitieren !

    Unfassbar, was in diesem Lande abgeht !

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