Facebook-Reaktionen zum Fall Edathy
„Es ist eine Schweinerei, was sie Dir antun“

Der Fall des SPD-Politikers Edathy ist undurchsichtig. Diverse Indizien könnten ihn belasten. Er selbst wehrt sich gegen den Kinderporno-Verdacht und kritisiert die Staatsanwaltschaft. Seine Facebook-Freunde stützen ihn.

Nichts ist klar im Fall Edathy. Der bekannte SPD-Innenpolitiker meldet sich und attackiert die Staatsanwaltschaft Hannover. Der Druck auf die Ermittler wächst, sich zu den konkreten Vorwürfen gegen ihn zu äußern. Doch die Fahnder mauern. Offiziell zumindest. Wie die Bild-Zeitung meldet, sollen Ermittler am heutigen Mittwoch erneut Räumlichkeiten im Privathaus des SPD-Innenpolitikers durchsucht haben. Dass parallel zu den Ermittlungen weitere brisante Details an die Öffentlichkeit gelangen, nährt den Verdacht einer undichten Stelle bei der Staatsanwaltschaft.

Schon der Umstand, dass Fotos aus Durchsuchungen bei Edathy veröffentlicht wurden, stößt auf harsche Kritik. Edathy selbst war nach einer Hausdurchsuchung bereits am Dienstag dem Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie entgegengetreten. Heute bezeichnete er die Ermittlungen in seinen Wohnungen und Büros als überzogen. „Die Durchsuchungen waren nicht nur unverhältnismäßig, sondern stehen im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen. Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft demnächst einräumt, dass die Vorwürfe gegenstandslos sind“, kritisierte er.

Die Ermittlungsbehörde wies die Anwürfe zurück. „Wir haben hier ein rechtsstaatliches Verfahren, das sich nicht von Verfahren gegen andere Beschuldigte unterscheidet“, sagte einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft.  „Wenn Herr Edathy meint, dass nicht rechtmäßig gegen ihn vorgegangen wurde, dann kann er dagegen das Rechtsmittel der Beschwerde einlegen.“

Inzwischen hat sich auch die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) eingeschaltet und von der Staatsanwaltschaft eine Erklärung gefordert, wie Fotos aus Durchsuchungen bei Edathy in die Öffentlichkeit gelangen konnten. Die Ministerin habe die Generalstaatsanwaltschaft Celle deswegen um eine schriftliche Stellungnahme gebeten, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Nienburger Zeitung „Die Harke“ hatte zuerst über die Durchsuchungen am Montag bei dem früheren Bundestagsabgeordneten berichtet und auch Fotos von der Aktion aus der Wohnung des Politikers veröffentlicht. Der Ministeriumssprecher betont: „Ermittlungsmaßnahmen und insbesondere Wohnungsdurchsuchungen gehören zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen und zum Schutze der laufenden Ermittlungen nicht ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.“

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„Wie Stoff zu einer Verleumdungskampagne“

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