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Fachkräftemangel: 2030 fehlen mindestens eine Million Gesellen

exklusivÜber eine Million Fachkräfte werden Deutschland 2030 fehlen – und das auch nur aus der Perspektive von Optimisten. Sollte die Bildungspolitik ihre Ziele nicht erreichen, droht diese Marke noch einmal deutlich zu steigen.

Eine Auszubildende im Beruf der Zerspanungsmechanikerin mit ihrem Meister. Quelle: dpa
Eine Auszubildende im Beruf der Zerspanungsmechanikerin mit ihrem Meister. Quelle: dpa

Im Jahr 2030 werden in Deutschland mehr als eine Million Fachkräfte der mittleren Ebene, also solche mit Berufsausbildung fehlen. Das gilt jedoch nur unter der optimistischen Annahme, dass die Bildungspolitiker und die Berufsausbilder all ihre ehrgeizigen Ziele erreichen - also weit weniger Jugendliche ohne Abschluss in die Berufswelt entlassen und weit mehr von ihnen den Weg in eine Berufsausbildung zu ebnen. Gelingt das nicht, wächst der Mangel an Gesellen in Lauf der nächsten 17 Jahre sogar auf rund 1,7 Millionen.

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Das ergab nach Information des Handelsblatts eine Prognose des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit. Der Präsident des BiBB, Friedrich Hubert Esser, mahnte angesichts der Zahlen, es reiche nicht aus, Schüler optimal zu fördern und sie besser in eine Ausbildung zu begleiten. Parallel dazu sei „Deutschland massiv auf berufliche Weiterbildung und Zuwanderung angewiesen“, um den Mangel zu dämpfen.

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Aktuell liegt die Gesamtzahl der Fachkräfte mit Berufsausbildung in Deutschland bundesweit zwei Millionen über dem Bedarf. Dennoch gibt es bereits jetzt in einigen Regionen und Berufen Fachkräftemangel, etwa im der Pflege, den Kindergärten und der Gastronomie. Spätestens ab 2024 wird die Gesamtzahl der Beruflich Qualifizierten unter den Gesamtbedarf sinken.

Bund und Länder hatten sich auf dem Bildungsgipfel 2008 vorgenommen, die Quote der Personen ohne Schulabschluss in der Gruppe der 18 - 24jährigen auf unter zehn Prozent zu drücken, derzeit sind es 12 Prozent. Die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss soll bis 2015 auf vier Prozent sinken - zuletzt waren es noch 6,5 Prozent. Auch die finanziellen Ziele sind unerreicht: Eigentlich sollten die Bildungsausgaben bis 2015 auf sieben Prozent des BIP steigen - bisher sind es nicht mal sechs Prozent.

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Doch selbst wenn all das gelingt, „kann der voraussichtliche Fachkräftemangel gedämpft, aber nicht verhindert werden“, warnt die Studie.

Mit Blick auf die deutlich kleinere Gruppe der Hochqualifizierten - also Akademiker, Techniker und Meister - lässt die Prognose hingegen ein deutliches Überangebot erwarten. Erreichen die Bildungspolitiker alle Ziele - wozu auch die Steigerung des Akademikeranteils auf 42 Prozent eines Jahrgangs gehört - wird es im Jahr 2030 rund 1,5 Millionen Hochqualifizierte „zuviel“ geben.

Und selbst wenn die Bildungspolitik ihre Ziele grob verfehlt, ergibt sich noch eine Überdeckung von mehr als eine Million. Derzeit halten sich hier Angebot und Nachfrage in etwa die Waage. Dennoch drängt vor allem die Wirtschaft wegen des Mangels in den technischen Fächern auf mehr Akademiker. Zudem wird generell erwartet, dass künftig in nahezu allen Bereichen prozentual mehr Hochqualifizierte nachgefragt werden.

 

  • 12.02.2013, 21:33 UhrRevolucion

    Wer profitiert vom Fachkräftemangel?

    Der Mythos vom Fachkräftemangel wurde zur Genüge als Lüge der Großkapitals entlarvt.
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/fachkraeftemangel-wer-hat-angst-vor-der-killerstatistik-a-791288.html

    http://www.mdr.de/umschau/fachkraeftemangel102.html

    Die Behauptung vom Fachkräftemangel dient dazu, verstärkte Zuwanderung durchzusetzen, „die dem Interesse der Arbeitgeber nach einem Überangebot an Arbeitskräften, längerer Lebensarbeitszeit, Wochenarbeitszeit, ... und niedrigen Löhnen dient.“


    Daneben erfüllt die durch den Fachkräftemangel- Mythos zu legitimierende Zuwanderung noch andere, längerfristige Ziele der Großkapitalisten – nämlich die Zerstörung homogener Kulturnationen und Nationalstaaten.

    Nationalstaaten und homogene Nationen sind globalisitisch ausgerichteten Kapitalisten ein natürliches Hindernis für ihre -ökonomischen und machtpolitischen Interessen.

    Wie M. Kleine-Hartlage in seiner Volkstrauertag Rede erklärte:
    Zitat:
    "Es hat seinen Grund, warum es in allen westlichen Ländern die Funktionseliten sind, die die Zerstörung der Völker und ihre Umwandlung in bloße zersplitterte “Bevölkerungen” betreiben: Völker sind nämlich Solidargemeinschaften, die die Herrschenden auch einmal zum Teufel jagen können. Der Schlachtruf, mit dem vor 23 Jahren die Herrschaft der SED gestürzt wurde, lautete nicht: “Wir sind die Bevölkerung.” Er lautete: “Wir sind das Volk!”
    Eine bloße Bevölkerung, bestehend aus Dutzenden von miteinander verfeindeten ethnischen Gruppen, wird niemals die Machthaber stürzen. Sie kann es gar nicht. Eine Demokratie braucht ihren Demos, sie braucht ein Volk. Eine Despotie dagegen, eine Diktatur, ein totalitäres Regime – ja, die brauchen eine Bevölkerung.

    Die deutsche Kulturnation, oder besser gesagt, das was davon übrig ist, seine Kulturellen, sprachlichen oder gar historisch-nationalen Bindungen, werden den wirtschaftpolitischen Interessen von Gr

  • 30.12.2012, 18:03 UhrHolgerJahndel

    Ich empfehle auch die Kopp News des Kopp Verlages zum Thema Fachkräftemangel mit Udo Ulfkotte...

    Manfred Julius Müller für Zollgrenzen

    http://www.neo-liberalismus.de

    http://www.anti-globalisierung.de

    Gegen Freihandel, für Protektionismus nach Friedrich List und Emmanuel Todd!

  • 30.12.2012, 17:56 UhrWolfThom

    Zuwanderung von Fachkräften was steckt dahinter?

    http://www.volksprotest.de/index.php?templateid=news&id=321



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