Fachkräftemangel
Bund erhöht das Meister-Bafög

Tausende Handwerksbetriebe brauchen in den nächsten Jahren Nachfolger. Auch in der Industrie, in Krankenhäusern und Kitas werden Fachkräfte gebraucht. Staatliche Förderung soll helfen, den Mangel in den Griff zu kriegen.

BerlinAngehende Meister und andere Fachkräfte sollen künftig spürbar mehr staatliche Fortbildungsförderung bekommen. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf von Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) zur Erhöhung des Meister-Bafög.

Durch die Reform und eine bereits beschlossene BAföG-Novelle steigen die Höchstbeträge zum Unterhalt ab 1. August 2016 für Alleinstehende von 697 auf 768 Euro im Monat. Für Verheiratete mit einem Kind klettert der Fördersatz von 1122 auf 1238 Euro, bei zwei Kindern von 1332 auf 1473 Euro, für Alleinerziehende von 907 auf 1003 Euro. Diese erhalten zudem einen Kinderbetreuungszuschlag von künftig 130 Euro.

Verbesserungen sind sowohl bei Zuschüssen als auch beim Darlehensanteil der Förderung vorgesehen. Wer die Abschlussprüfung etwa eines Meisterkurses besteht, soll künftig 30 Prozent seines Darlehens als „Erfolgsbonus“ erlassen bekommen. Bisher sind es 25 Prozent.

Das Gesetz soll helfen, dass Betroffene Arbeiten, Familie, Lehrgänge und Zeit fürs Lernen besser vereinbaren können. „Mir ist wichtig, dass wir nicht nur die akademische, sondern auch die duale Ausbildung intensiv fördern“, sagte Wanka der Deutschen Presse-Agentur. Seit der Einführung des Meister-Bafög 1996 wurden rund 1,7 Millionen berufliche Aufstiege mit einem Volumen von 6,9 Milliarden Euro gefördert.

Die SPD im Bundestags pocht darauf, dass die Beratungen des Entwurfs im Bundestag in weitere Verbesserungen münden. Die Grünen verlangten eine bessere Förderung abhängig vom Einkommen und Vermögen, damit auch sozial Schwächere mehr Weiterbildungsförderung bekommen können.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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