Fachkräftemangel
DIW-Chef Zimmermann macht sich für Frauen stark

Angesichts des drohenden Fachkräftemangels fordert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine größere Beiteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt. Die CDU-Mittelstandsunion schlägt dagegen mehr Anstrengungen zur Weiterbildung von Arbeitslosen vor.
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HB BERLIN/DÜSSELDORF. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, schaltet sich in die Debatte um die Zuwanderung und den drohenden Fachkräftemangel in Deutschland ein. In der "Wirtschaftswoche" fordert Zimmermann eine regere Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt. Schon in fünf Jahren fehlten in Deutschland drei Millionen Arbeitskräfte, so Zimmermann. Eine höhere Zuwanderung und die bessere Qualifizierung von Arbeitslosen allein reichten nicht aus, den Mangel an Arbeitskräften zu beseitigen. "Wir brauchen einen nationalen Fahrplan zur Erhöhung des weiblichen Beschäftigungspotenzials", sagte er.

Vordringlich sei es, die Betreuungsangebote für Kinder sowie das Angebot an Ganztagsschulen zu verbessern. Es sei verfehlt, unter dem allgemeinen Spardruck in diesen Bereichen den Rotstift anzusetzen. "Bis zu 2,4 Millionen Frauen könnten zusätzlich für den Arbeitsmarkt gewonnen werden, wenn sich die Rahmenbedingungen verbesserten", sagte Zimmermann. Das Bruttosozialprodukt könne um neun Prozent zulegen. Untersuchungen zeigten, dass Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil im Top-Management bei Produktivität und Motivation erfolgreicher seien als ihre Konkurrenten mit einem geringeren Anteil von Frauen in Führungspositionen.

Mittelstandsunion will neues Weiterbildungskonzept

Der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsunion, Hans Michelbach, schlug im Gespräch mit der "Rheinpfalz am Sonntag" vor, Erwerbslose mit passenden Grundkenntnissen künftig in Unternehmen zu vermitteln und sie dort mit finanzieller Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit weiterzuqualifizieren.

Die Vorteile lägen für alle Seiten klar auf der Hand, sagte Michelbach. Die Arbeitslosen erhielten bei guter Leistung einen sicheren Job und die Unternehmen bekämen die dringend benötigten Fachkräfte. Somit könne die Bundesagentur mit den gleichen Kosten ein Mehrfaches an Fachkräften maßgeschneidert qualifizieren lassen und ginge verantwortungsvoller mit dem Geld der Beitragszahler um.

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  • Es gäbe ein einfaches Mittel gegen den sogenannten Mangel an MiNT-Fachleuten:
    1. behandlung als Menschen und nicht als Sklaven
    2. Vernünftige bezahlung und kein Trinkgeld
    3. Festanstellung und keine kurzen Zeitverträge

    dann klappts auch mit den MiNT-Fachkräften in Deutschland. Zur Zeit freut sich die Schweiz, Kanada und Skandinavien über die Zuwanderung von deutschen Fachkräften. FDür deutsche Manager gilt immer noch: Gier fressen Gehirn auf.

  • @drei weisse Tauben :
    Manta schon vor der Hilfsschule abgestellt ?

  • Es studieren doch eh schon mehr Frauen als Männer. Allerdings sind Frauen in den MiNT-Fächern (ingenieursdisziplinen) mit teilweise unter 10%stark unterrepräsentiert. Um da etwas zu ändern, müsste man schon in der frühkindlichen Erziehung, etwa beim Spielzeug, ansetzen. ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Eltern ihren Kindern bewusst technisches Spielzeug kaufen, wenn ihnen schon klar ist, dass diese dann später mal am unteren Ende der akademischen Einkommenskala stehen könnten.
    Die Arbeitsplatz*un*sicherheit wird bei ingenieuren noch auf Jahrzehnte extrem hoch sein, da sie aufgrund ihrer generalistischen (und englischsprachigen) Ausbildung jederzeit durch billigere, ausländische ingenieure austauschbar sind.

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