«Fall Harald Schmidt»
Wulff fordert mehr staatliche Kontrolle der ARD

Niedersachsens Ministerpräsident Wulff will einen zweiten «Fall Harald Schmidt» verhindern. Es müsse stärker überwacht werden, was mit dem Geld der Gebührenzahler passiert.

HB BERLIN. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff hat eine stärkere Kontrolle der ARD-Anstalten gefordert. Dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte er: «Ich möchte die Prüfungsrechte der Rechnungshöfe ausweiten». Die staatlichen Kontrolleure sollten umfassend untersuchen können, was genau mit dem Geld der Gebührenzahler passiere –einschließlich der Aktivitäten der ARD-dominierten Tochterfirmen.

Wulff sagte, er wolle einen zweiten «Fall Harald Schmidt» in der ARD verhindern. «Mit der neuen Show von Harald Schmidt, den ich sehr schätze, erleben wir, wie die Kontrollgremien umgangen werden können», so der Landeschef. Weil der Vertrag nicht mit der federführenden Anstalt WDR, sondern mit der ARD-Tochter Degeto abgeschlossen worden sei, würden die zuständigen Gremien ausgeschaltet.

Im Interesse einer effektiven Kontrollarbeit plädiert Wulff zudem für eine Verschlankung der Gremien: «Bei den Sitzungen des NDR-Rundfunkrates etwa debattieren bis zu 100 Personen über die Programminhalte. Zu den 58 offiziellen Mitgliedern kommen noch etliche NDR-Vertreter», so der Politiker. Er will die Zahl der Mitglieder im Rundfunkrat um rund ein Drittel reduziert sehen.

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