Fall Timoschenko

Piraten-Chef kritisiert Debatte um EM-Boykott

Der neue Vorsitzende der Piratenpartei möchte nicht über Fußball reden - jedenfalls nicht, wenn es um die Ukraine geht. Die Idee eines EM-Boykotts geht in Schlömers Augen am Thema vorbei.
Update: 30.04.2012 - 04:42 Uhr 10 Kommentare
Piraten-Chef Bernd Schlömer fordert Politik statt Fußball. Quelle: dpa

Piraten-Chef Bernd Schlömer fordert Politik statt Fußball.

(Foto: dpa)

BerlinDer neue Parteivorsitzende der Piraten, Bernd Schlömer, kritisiert die Debatte über einen Boykott von Fußball-Europameisterschaftsspielen in der Ukraine. Man solle sich auf die Menschenrechtssituation konzentrieren, diese anprangern, und nicht über die Durchführung einer Fußballmeisterschaft reden, sagte Schlömer der Zeitung „Die Welt“.

„Jetzt wird jedoch ein unpassender Zusammenhang hergestellt. Man redet nur noch über Fußball und nicht mehr über Frau Timoschenko“, sagte er.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will dem „Spiegel“ zufolge ihrem Kabinett empfehlen, EM-Spielen in der Ukraine fernzubleiben, wenn nicht bis dahin die inhaftierte und kranke Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko ausreisen darf. SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte, alle deutschen Politiker sollten die Spiele dort boykottieren.

Merkel erwägt der EM in Ukraine

  • dapd
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10 Kommentare zu "Fall Timoschenko: Piraten-Chef kritisiert Debatte um EM-Boykott"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wer straft ein ganzes Volk weil die Führung eine Person nicht aus dem Gefängnis entlässt ?

    Ein Despot !

    Merkel hat zu enge Kontakte zu den Amerikanern, so langsam färbt es ab.

    Keine Sippenhaft, die Ukraine ist ein wichtiger Staat in Europa !

  • Das sehe ich auch so. Aber ungeachtet dieses Gedankens ist bemerkenswert, wenn ein Pirat es auf den Punkt bringt und die Politiker zurückpfeift ("Man solle sich auf die Menschenrechtssituation konzentrieren, diese anprangern, und nicht über die Durchführung einer Fußballmeisterschaft reden, sagte Schlömer der Zeitung „Die Welt“.)

    Man kann in der Tat zu dem Gedanken kommen, dass es den Politikern mehr um die Reiserei als um das politische Thema geht.

  • Zu vielen Themen haben die Piraten zur Zeit noch keine Meinung. Geschenkt! Bei welchem Thema feiert der Populismus fröhliche Urständ? Richtig, bei "Ukraine" und "Europameisterschaft". Zu welchem Thema äußert sich der Vorsitzende der Piraten? Richtig, zur "Ukraine" und "Europameisterschaft"!! Die gaaaanz andere Partei?! Ich lach mich tot.

  • @W.Fischer:
    Sie haben Ihre negative Unterstellung nicht durch Fakten belegt was ausgesprochen unhöflich ist um es mal vorsichtig auszudrücken.
    Bezüglich Beamtenstatus:
    Meines Wissens sind in den Parlamenten überwiegend (vielleicht sogar mehr als 2/3) Abgeordnete aus dem öffentlichen Dienst, darunter zig Beamte. Warum stellen Sie nun nach 50jähriger parlamentarischer Praxis diese Frage der Zulässigkeit? Auch Beamte haben alle Rechte eines normalen Bürgers.
    Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Piratenpartei unwählbar oder überflüssig oder sonst was sind, dann stellen Sie es doch einfach begründet dar und handeln nicht mit unbewiesenen Unterstellungen oder Fragen im Stil von: "Wann haben sie zuletzt ihre Frau geschlagen?"! Dies ist doch genau der Politikstil, der den Piraten erst den gewaltigen Aufschwung ermöglichte. Eine sachliche Auseinandersetzung ist geboten und wird auch bei den etablierten Parteien zu Veränderungen führen, so wie es seiner Zeit mit den Grünen war. Insoweit ist das Aufkommen einer anderen politschen Partei für "alle" Bürger ein Vorteil. Im übrigen gestehe ich Ihnen selbstverständlich das gleiche Recht wie Konrad Adenauer zu, Zitat: "Wer will mich daran hindern, über Nacht schlauer geworden zu sein!"
    Das habe ich auch für mich gemacht, nach 40 Jahren CDU-Wählerschaft. Wer die Erhard´sche Soziale Marktwirtschaft (auf der unser aller Wohlstand beruht!) derart mit Füssen tritt, hat keine Wählerstimmen verdient.

  • Geostratege, vielen Dank für ihre Anmerkungen.
    Leider habe ich den Verdacht, meine Ausführungen sind missverständlich, dies war nicht meine Absicht.
    Ich habe überhaupt nichts gegen die Piratenpartei, ich hoffe nur, dass sie halten was sie angedeutet haben.
    Was mich nur irritiert, ist ihr neuer Vorsitzender, der als Beamter im Verteidigungsministerium sitzt, und ob dies mit dem Beamtenrecht vereinbar ist.
    Dies waren meine Gedanken.
    Ich hoffe, sie haben jetzt meine Gedanken verstanden.
    Danke

  • @Falk:
    Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens!

  • Ach Gott, drei Sätze und "Lesezeit". Wie lange brauchen Sie denn als geostratege um diese drei Sätze zu lesen? Offenbar ziemlich lange.

  • na klar, die bekannten Freund-Feind-Wende-Hälse mit schielen nach Amerika und den eigenen Vorteilen, fest etablierte Denkform in heimischer Politik und Medien. Was scheert mich das Gesplapper von gestern, Hauptsache die Werbe-Einnahmen und Tantiemen fliessen.
    Nix abbekommen aus der Ukraine ? von der Fifa ? keine Freikarten und Luxus-Hotel-Sweets incl"Truppen-Betreuung"??

  • @W.Fischer:
    Ganz offensichtlich verkennen Sie die durch die etablierten Parteien erzeugte Gegenwelle(Piraten)in der Bevölkerung und unterstellen fälschlicherweise dem gewählten Vorsitzenden unlautere Absichten. Solche intellektuell wenig hilfreiche (wenn nicht gar sinnlose!) Kommentare stehlen die Lesezeit der engagierten Bürger.

  • Also die Piraten werden von einem hohen Beamten aus dem Verteidigungsministerium an die Leine genommen, somit haben die restlichen Parteien den Spuk unter Kontrolle?
    Wie verhält sich dies, mit dem Beamtenstatus???
    Es ist nur schade, dass auch ehemalige grünen Politiker, sich in der Partei breit machen.
    Danke

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