Fallmanager machen passgenaue Angebote
Arbeitsagentur Köln treibt Hartz-IV-Reform voran

Köln bleibt seinem Ruf als Pionier der Hartz-Reform treu. Die seit Jahresbeginn tätige Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit und der Stadt Köln (Arge) drückt bei der Umsetzung der Hartz-IV-Reform aufs Tempo.

HB KÖLN. Aber der harte Kern der Arbeitslosen wächst. Fast zwei Drittel der knapp 71 000 Kölner Arbeitslosen bekommen nur Arbeitslosengeld II, die meisten haben keine abgeschlossene Ausbildung und sind langzeitarbeitslos.

Das Jobcenter Köln hatte schon 2001 mit der aufwändigen Doppelbetreuung erwerbsfähiger Sozialhilfeempfänger durch Arbeits- und Sozialämter Schluss gemacht und beachtliche Integrationserfolge erzielt. Fast jeder zweite arbeitslose Sozialhilfeempfänger hat mit Hilfe der Fallmanager des Centers einen Job gefunden. Das „Kölner Modell“ wurde zum Vorbild für die seit Jahresbeginn in den meisten deutschen Kommunen tätigen Arbeitsgemeinschaften aus den Arbeitsagenturen und Kommunen.

Die Arbeitsgemeinschaften betreuen Arbeitssuchende, die nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II Anspruch auf eine Grundsicherung, das Arbeitslosengeld II, haben. Dies sind vor allem frühere Bezieher der Arbeitslosenhilfe und erwerbsfähige, aber arbeitslose frühere Sozialhilfebezieher. Im Sozialgesetzbuch-Deutsch heißt dies: In Köln gibt es zur Zeit 52 000 bis 55 000 Bedarfsgemeinschaften mit 94 000 bis 98 000 Personen. Bei den Leistungsbescheiden hat es auch in Köln Pannen gegeben, aber die Zahl der erfolgreichen Widersprüche macht weniger als ein Prozent aus.

Die Kosten für die Grundsicherung der Bedürftigen trägt der Bund und die Kosten für die Unterbringung die Stadt. Die SGB-II-Kunden bekommen die Leistungen jedoch aus einer Hand. Umziehen, weil die Kosten der Unterkunft zu hoch waren, musste bisher in Köln kaum jemand. Preiswerte Wohnungen sind in der Stadt Mangelware.

Zwischen 90 und 92 Prozent der Kölner Sozialhilfebezieher im Alter von 15 bis 65 Jahren sind bei der Arge gelandet. Die Zahl der frühereren Sozialhilfebezieher, bei denen die Arbeitsfähigkeit strittig ist, beziffert Arge-Geschäftsführer Josef Ludwig auf 500 bis 1000. Zweifelsfälle werden durch Gutachten und den medizinischen Dienst geklärt.

Die mit der neue Rechtslage nach der Hartz-IV-Reform ist der Hauptgrund dafür, dass die Arbeitslosenquote auf 14 Prozent gestiegen ist. Die Empfänger von Arbeitslosengeld II machten im Februar 61,3 Prozent der Arbeitslosen aus. Davon waren ein Drittel Ausländer.

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