Falsche Einladung
Schäubles Lapsus mit den Sparkassen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist ein Mann hoher Ansprüche – auch gegen sich selbst. Fehler kann der lang gediente Politiker nur schwer verschmerzen. Umso ärgerlicher muss es für Schäuble sein, dass seinem Leitungsstab bei der Einladung zum Landesbankengipfel Anfang nächster Woche ein kleiner Schnitzer unterlaufen ist.
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HB. Fälschlicherweise hat das Bundesfinanzministerium in einem Einladungsbrief zu dem Treffen den ehemaligen Präsidenten des Sparkassenverbands, Siegfried Naser, eingeladen. Naser musste den Sparkassenverband im Frühjahr verlassen, nachdem milliardenschwere Finanzprobleme durch den Kauf der Hypo Group Alpe Adria aufgetaucht waren, die die BayernLB fast in den Ruin getrieben hätten. Seitdem steht Theo Zellner an der Spitze des bayerischen Sparkassenverbands, worüber auch hinlänglich berichtet wurde.

Der Personalwechsel hätte der Spitze des Bundesfinanzministeriums also bekannt sein müssen. Der neue Sparkassenpräsident in Bayern nimmt den Lapsus mit Humor. „Herr Zellner ist ein souveräner Mensch. Er wird den Fehler verkraften“, hieß es im Umfeld des Sparkassenpräsidenten. Einfluss auf die anstehenden Gespräche zur Konsolidierung der Landesbanken hätte die Geschichte auf jeden Fall nicht. Glück für Schäuble, denn bei der Neuordnung des Landesbankensektors geht nichts ohne die Zustimmung der Sparkassen.

Sven Afhüppe
Sven Afhüppe
Handelsblatt / Chefredakteur

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