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Familienpolitik: Deutsche Frauen bekommen wieder weniger Kinder

Deutschland gehört immer noch zu den Ländern Europas gehört, in dem die wenigsten Kinder geboren werden, ist bekannt. 2007 ist die Geburtenrate zwar leicht gestiegen. Doch im vergangenen Jahr ist die Zahl der Geburten wieder etwas gesunken.

2008 wurden wieder 2000 Kinder weniger geboren als im Jahr zuvor. Quelle: dpa
2008 wurden wieder 2000 Kinder weniger geboren als im Jahr zuvor. Quelle: dpa

HB WIESBADEN. Deutschlands Frauen haben im vergangenen Jahr wieder etwas weniger Kinder zur Welt gebracht als 2007. Im Vergleich zu 2007, als Statistiker ein Ende der jahrelangen Geburtenflaute registriert hatten, wurden 2008 wieder etwa 2000 Geburten weniger verzeichnet. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 683 000 Kinder geboren, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

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Minimal erhöht hat sich sich 2008 dagegen die Zahl der Kinder pro Frau. Bliebe das Geburtenverhalten so wie im vergangenen Jahr, bekäme jede Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich 1,38 Kinder, sowiel wie im Jahre 2000. Der Wert wuchs um 0,01 im Vergleich zu 2007. 1990 hatte die Rate noch bei 1,45 gelegen.

"Dass die Geburtenzahl gesunken, aber die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau gestiegen ist, hängt damit zusammen, dass weniger potenzielle Mütter da waren", erläuterte eine Sprecherin des Statistischen Bundesamts. Die Wiesbadener Experten gehen davon aus, dass Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren "gebärfähig" sind.

Wie in den Vorjahren ging die Geburtenziffer bei jüngeren Frauen auch 2008 weiter zurück und stieg bei über 30-Jährigen erneut leicht an. Im Westen Deutschlands bekamen über 30-Jährige Frauen im Schnitt unverändert 1,37 Kinder. Im Osten kletterte die Zahl auf 1,40. Damit lag der Osten erstmals seit 1990 wieder vor dem Westen. Der tiefe Einbruch im Osten sei überwunden, sagte die Sprecherin. "Das erklären wir uns unter anderem dadurch, dass die Frauen dort inzwischen auch erst später ihre Kinder bekommen."

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