Familienpolitik

Geburteneinbruch lässt Kristina Schröder kalt

Die Bundesfamilienministerin hält ihre Politik trotz der zurückgehenden Geburtenzahlen für richtig. Der Koalitionspartner FDP sieht das anders. Und auch die Wirtschaft fordert, jetzt zu handeln.
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Neugeborenenstation in Halle: Die Zahl der Geburten in Deutschland ist weiter gesunken. Quelle: dpa

Neugeborenenstation in Halle: Die Zahl der Geburten in Deutschland ist weiter gesunken.

(Foto: dpa)

BerlinDer erhoffte Babyboom lässt weiter auf sich warten: Noch nie wurden in der Geschichte der Bundesrepublik so wenig Kinder geboren wie 2011 - trotz Kita-Ausbaus, weiterer Ganztagsschulen, Elterngeldes und anderer Familienhilfen. Die Politik ist alarmiert und überlegt, wie sie die Entwicklung umkehren kann. Doch Union und FDP schlagen dabei unterschiedliche Lösungswege ein. Die FDP will sämtliche familienpolitische Leistungen auf den Prüfstand stellen, die CSU sieht dagegen zunächst keinen Handlungsbedarf.

Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Geburtenzahlen seien kein Grund, „unsere Politik zu ändern“, sagte die familienpolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär (CSU), Handelsblatt Online. Zum einen sage das Amt selbst, dass es sich bei der Entwicklung um „ganz normale Schwankungen“ handle, zum anderen seien die Zahlen lediglich vorläufig und könnten noch leicht ansteigen. Hinzu komme, dass es immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter gebe - allein zwischen 1990 und 2012 sei ihr Anteil um 1,5 Millionen gesunken. „Nur um die Geburtenzahlen stabil zu halten, müssten die Frauen daher mehr Kinder bekommen“, gab Bär zu bedenken. „Außerdem sehe ich es nicht als Hauptaufgabe der Familienpolitik an, die Geburtenrate zu steigern, sondern Rahmenbedingungen für Familien so zu gestalten, dass es Eltern und ihren Kindern gut geht, dass sie den Lebensentwurf leben können, der ihrer Situation am besten entspricht“, fügte sie hinzu.

Die Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, hält es dagegen, wie sie Handelsblatt Online sagte, für „dringend“ notwendig, die bestehenden Instrumente zu untersuchen, „um die Familienförderung in Deutschland insgesamt effektiver zu machen“. Derzeit führe der Bund eine solche Gesamtevaluation durch. „Wenn die Ergebnisse nächstes Jahr auf dem Tisch liegen,  müssen wir ohne ideologische Scheuklappen beurteilen, was wir verbessern können.“ Die Liberalen hätten seit Jahren schon eine Überprüfung der familienpolitischen Leistungen gefordert, zumal Deutschland jährlich gut 195 Milliarden für ehe- und familienbezogene Leistungen ausgebe, was im internationalen Vergleich „beträchtlich“ sei. „Gleichzeitig haben wir eine der niedrigsten Geburtenraten Europas.“

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts sank die Zahl der Geburten in Deutschland im vergangenen Jahr auf 663.000 Kinder. Dies entsprach einem Rückgang von 2,2 Prozent im Vergleich zu 2010.

Interaktive Infografik

Anteil der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung

Stichtag: 1. März 2011

Auch die Wirtschaft sieht Handlungsbedarf. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, forderte die Politik auf, die Betreuung von Kindern und Grundschülern deutlich zu verbessern. Insbesondere müssten die Öffnungszeiten von Kitas flexibler und die Nachmittagsbetreuung an Grundschulen verbessert werden. „Nur dann können Eltern flexible Arbeitszeiten auch wahrnehmen. Diese werden mittlerweile von der Mehrzahl der Unternehmen angeboten, nicht zuletzt, um ihre Mitarbeiter im schärfer werdenden Wettbewerb um Fachkräfte zu halten“, sagte Driftmann Handelsblatt Online.

CSU: Familienpolitik muss verlässlich bleiben
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  • solange die Politik, die Wirtschaft und das kapitalistische System nicht dafür Sorge tragen, dass ein Verdiener in der Familie so viel Geld durch seine Tätigkeit verdient, dass die gesamte Familie von dem Einkommen gut leben kann, er einen sicheren Arbeitsplatz hat und die "Kinderaufzucht" des Ehepartners als Arbeit anerkannt wird, werden sich nur unterprivilegierte und Moslems überproportional vermehren.
    Das klingt hart, ist aber Realität. Siehe auch
    "Deutschland schafft sich ab (Sazazzin)".

  • Verppiss dich du Naziabkömmling...

  • Kindergeld und andere direkte Transferzahlungen für Kinder sollte man vollständig streichen. Diese Zahlungen ermuntern sozial Schwache und idR. für Kindererziehung ungeeigente Personen, viele Kinder in die Welt zu setzen, die dann selbst wiederum zum Sozialfall werden.
    Kein vernünftiger Mensch setzt wegen Transferzahlungen Kinder in die Welt. Wer einen anspruchsvollen Beruf hat (damit meine ich keine repräsentativen Berufe), der hat für Kinder und Familiengründung gar keine Zeit.
    Aber das ist auch gut so. Die BRD ist mit über 200 Menschen auf den Quadratkilometer massiv überbevölkert - und es würde nicht nur der Natur und dem Landschaftsschutz gut tun, wenn sich die Bevölkerung auf lange Sicht halbiert. Die Renten könnte man schon durch Einsparungen beim Kindergeld, geringeren Bedarf an Schulen und Kindergärten etc. lässig gegenfinanzieren.

  • Die Fertilitätsrate wird in Kindern pro Frau angegeben. Dabei sind es oft die Männer, die keine Kinder wollen. Deshalb sollte die Fertilitätsrate nicht mit 1,6 pro Frau, sondern mit 0,8 pro Einwohner gerechnet werden.

    Der Kinderwunsch lässt sich nicht mit dem Taschenrechner wecken. Nach Trennung oder Scheidung kann Vaterschaft für den Mann schnell zu einem nicht zu kalkulierenden emotionalen und finanziellen Risiko werden.

    Hier der Aufruf zum Zeugungsstreik:
    http://www.vaeter-aktuell.de/gesellschaft/zz-trennungskinder-1999-2007/Aufruf-Zeugungsstreik.htm

  • Ja genau, die Moslems bekommen die vielen Kinder
    Die angeblichen Asylanten aus den afrikan. Ländern, sind ja keine Asylanten, denn sie flihen nicht vor polit. Verfolgung
    Es sind Zuwanderer in die Sozialsysteme
    Im übrigen ist es auch nur die Unterschicht die hierhr kommt . Mittlerweile könnte man den Eindruck bekommen, diese Zuwanderung ist getürkt und hat auch nur das Ziel, Europa zu islamisieren

  • richtig!

  • """meinetwegen in Heimen aufgezogen. Ist egal, Hauptsache sie leben - -weil wir sie brauchen"""

    Wozu "brauchen" wir diese Kinder, wenn sie nicht einmal mit Liebe großgezogen werden, da sie in Heimen seelisch verkrüppeln?

    Brauchen, oder besser, missbrauchen wir sie später, wie die heutige Gesellschaft der Steuerzahler zur Sklavenarbeit, damit dem EU-Ausland die Rettungsschirme bezahlt werden oder was wollen Sie damit erreichen?

    Nein.
    Eine derart verfehlte Politik, an Volks- und Familieninteressen restlos vorbei, ein Staat, der seine Bürgen verrät und für fremde Begierden ausbluten lässt, der braucht keine DEUTSCHEN Kinder. Sollen das andere machen, wenn sie so gerne Frondienste leisten möchten!

  • Atheismus ist auch eine Religion, also bitte nicht über diese Lästern. Diese Religion hat erkannt, das jeder Gott mehr auch mehr Steuern und Abgaben bedeuten. Gott hilft denen die sich selbst helfen. Atheisten müssen dafür kein Buch lesen oder in ein Gotteshaus gehen, die wußten es schon immer. Übrigens kenne ich keine wirklich Gläubigen Menschen und trotzdem gibt es bei uns jede Menge Kinder, es sind soger 100% Deutsche. Und da bin ich mir sicher, die waren vorher eingemauert und keine Religion hat laut geschrieen "Helft doch denen".

  • absolut richtig , kein kindergeld nur einen Steuerfreibetrag , bekommt wenigstens nur wer arbeitet !!
    2.) kostet den Staaat nichts : verbot von Saisonzuschlägen bei Reisen , sobald mindestens ein Schulpfichtiges Kind mit 2 Erwachsenen reist ( von mir aus auch für die sog allein erziehende )

  • Na, zum Beispiel in Libyen gibt es einen hohen Akademikeranteil aus Gadafis Zeiten. Bildung war kostenlos und Viele wurden auf Staatskosten zur Berufsausbildung oder zum Studium nach Europa geschickt. Unter Gadafi erhielten sie bei Arbeitslosigkeit das Durchnittsgehalt (!) weitergezahlt - jetzt nix und viele wollen deshalb nach Europa.

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