Familienpolitik
Väter favorisieren kurze Elternzeit

Die allermeisten Männer überlassen ihren Frauen die langen Auszeiten zur Kindererziehung. Das geht aus am Montag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zum Elterngeld für im Januar und Februar 2008 geborene Kinder hervor.

HB WIESBADEN. Bezogen Paare das Elterngeld gemeinsam, entschieden sich demnach 70 Prozent der Männer für eine Babypause von zwei Monaten und nur rund vier Prozent für zwölf Monate. Umgekehrt nahmen 76 Prozent der Frauen Elterngeld für zwölf Monate in Anspruch und nur vier Prozent für zwei Monate.

Insgesamt bezogen für die in den beiden Monaten geborenen Kinder 126 000 Mütter und Väter Elterngeld. In fast 29 Prozent der Fälle wurde das Elterngeld sowohl an die Mütter als auch an die Väter von Babys gezahlt - entweder gleichzeitig oder nacheinander. Insgesamt bezogen den Zahlen zufolge rund 20 300 Väter Elterngeld, was einem Anteil von 16 Prozent entspricht. Den höchsten Väteranteil verzeichneten Berlin mit 21 Prozent und Bayern mit 20, den geringsten gibt es mit zehn Prozent im Saarland.

Von Januar 2008 bis März 2009 bekamen laut Bundesamt insgesamt rund eine Million Väter und Mütter Elterngeld. Die Unterstützung wird bislang bis zu zwölf Monate lang gezahlt, es gibt aber auch Sonderregelungen wie die sogenannten Partnermonate: Das Elterngeld wird 14 Monate lang gezahlt, wenn der zweite Partner - meistens der Vater - mindestens zwei Monate für die Betreuung zu Hause bleibt. In der Regel ersetzt das Elterngeld 67 Prozent des Nettoeinkommens, das wegen der Babypause wegfällt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%