Familienpolitik wird Wahlkampfthema: Steinbrück entdeckt sein Herz für Kinder

Familienpolitik wird Wahlkampfthema
Steinbrück entdeckt sein Herz für Kinder

Als Bundeskanzler will Peer Steinbrück (SPD) die deutsche Familienpolitik grundlegend überprüfen. Ein Gutachterkreis kritisiert das milliardenschwere System schon jetzt als untauglich und teilweise kontraproduktiv.

Kommentare

  • Wer keine Großeltern vor Ort hat, die auch mal einspringen, wenn die Kinder krank sind oder "frau" doch mal länger als erwartet arbeiten muss, hat es als Frau im Berufsleben mit Kindern ohnehin schwer - egal, ob Voll- oder Teilzeitjob. Zudem stelle ich immer wieder fest, dass Frauen, die wieder arbeiten gehen, dann aber zusätzlich noch eine Putzhilfe haben. Die nimmt dann in der Regel minimum 10 EUR/Stunde. Das muss Frau netto auch erst mal wirklich selbst verdienen. Rechnet man Fahrtkosten zur Arbeit, Kosten für Krippe/Kindergarten bzw. Hort, zusätzlich schickere Arbeitsklamotten und die wöchentlichen Kosten für eine Putzfee zusammen - lohnt sich für die Normalverdienerin in Teilzeit in Lohnsteuerklasse 5 der ganze Aufwand zumindest finanziell ganz oft nicht. Sicherlich, wer gut verdient oder die Arbeit als Hobby hat, für den mag das Modell des Doppelverdienens interessant sein. Daher sollte es jeder Frau freigestellt sein, welche Variante sie wählt. Dafür ist es aber wichtig, dass man/frau in ALLEN Berufen wieder so viel verdient, dass man/frau davon auch mit Familie leben kann, ohne mit H4 aufstocken zu müssen.
    Ich hatte als Kind auch den Genuss einer zur Arbeit gehenden Mutter und habe immer die Kinder beneidet, deren Mutter nachmittags Zeit für ihren Nachwuchs hatte. So möchte ich auch Zeit für meine Kinder haben und sie nicht in Krippe oder Ganztagsschule ganztags wegverwaltet wissen. Die Zeit mit Kindern ist so wertvoll - warum gibt die Gesellschaft den Müttern, die daheim bleiben wollen, nicht die Chance, ihre Kinder als "Nur-Hausfrau und Nur-Mutter" großzuziehen?
    Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln,
    wenn sie groß sind, verleih ihnen Flügel.
    Wurzeln - die bekommen Kinder nur von einem stabilen Elternhaus und in den ersten Lebensjahren ganz gewiß am ehesten von der Mutter - nicht von einer Massenaufbewahrungsstätte in einer Krippe - egal wie gut die Erzieher ausgebildet sind.

  • Schon diese enorme Herausforderung als Wahlkampfthema zu deklarieren, macht mich sehr hellhörig.Ein Thema, was in unserem Land Basispolitik aller Parteien sein sollte!
    Wie lange soll diese Verdummung eigentlich noch gehen?
    Herr Steinbrück kann sich wirklich mit Engagement für seine eigenen Belange einsetzen, jedes Thema willkommen, um auf den Zug aufzuspringen.

  • Volker Kempf fragt sich in seinem Artikel, ob die heutige Familienpolitik überhaupt noch am Wohle des Kindes ausgerichtet ist http://www.atkearney361grad.de/2013/02/05/mehr-familie-wagen/

  • Die ganze Diskussion ist nutz- und wertlos, weil es letztlich nur um die weitere Abzocke der Familien geht. Deswegen stellt man mit einem bezahlten Gutachten die Vergangenheit in Frage. Wie falsch soll sie denn gewesen sein, wenn sie über 60 Jahre richtig war? Und da sollten unsere schwachen "Momentpolitiker" recht haben? Rot und Grün sollten erst einmal den Hartz IV-Betrug und den Rentnerbetrug wegräumen. Neue Antworten gibt es nicht, also auch keine Stimmen.

  • Ein Herz für Kinder und SPD? Dies geht nie zusammen, solange Leute wie Schröder und Hartz in der SPD, Deutschland und Europa leben dürfen. Der Staat, Hr. Schröder usw. haben Kindergeld zum Einkommen erklärt. Geht mehr Kinderfeindlichkeit? Warum werden diese Leute nicht unter Einzug sämtlicher Vermögen incl. Verwandte, Freunde und Bekannte verbannt? Reicht es nicht, wen Leute wie Hr. Schröder per Gesetz Kinderarbeit in Deutschland zwingend vorschreiben und Deutschland in der UNO gegen Kinderarbeit kämpft? Jetzt verstehe ich die Adoption von Kinder durch Fam. Schröder/SPD)!!! Damals war sogar die Rede von Prostitution von Osteuropäischen Jugendlichen die Rede. Alles vergessen? Warum keine Änderungen???

  • @Osterwelle

    Bis auf Rassismus oder Klassenkampf erinnern die ganzen politischen Visionen mehr an drittes Reich, die DDR oder 1984. Abscheulich !!!

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    Gut erkannt der Herr :-)...DDR haben wir fast...Pressefreiheit ist gesunken! Zwangsarbeit (1 Euro Job) haben wir auch!!! Das dritte Reich hat in der DDR und der BRD immer weiter gelebt!! da viele Gesetze ja aus dieser Zeit noch stammen!!

  • Die SPD will das Kindergeld abschaffen, und dieses Geld verdienten Parteileuten, also kinderlosen Frauen im wesentlichen, über die Kita-Schiene und Ganztagsschule zuschanzen. Im Prinzip das Gleiche wie bei der Energiewende. Da hat sich überwiegend die Grünenklientel versorgt.

    Wir dürfen nicht vergessen: Die SPD war federführend bei der Freigabe der Abtreibung (bis jetzt dürften etwa 8 Millionen Kinder in Deutschland auf diese Weise umgebracht worden sein).

    Und hat dafür gesorgt, daß die Kranken!Kassen! diese Abtreibungen, also Mord, finanzieren mußten, damit auch möglichst wenige Kinder überleben.
    Wenn diese 8 Millionen geboren worden wären, so hätte sich darunter vielleicht sogar ein brauchbarer Außenminister und ein brauchbarer SPD-Kandidat gefunden, jedenfalls hätten wir keine Sorgen, genügend Fachkräfte und es wäre mehr frohes Kinderlachen zu hören.
    Selbst das Gehalt des Bundeskanzlers könnte angehoben werden, wenn's dem nur darauf ankommt.

  • Es stimmt zwar, dass es um die Familienpolitik nicht bestens bestellt ist, aber die Art und Weise, wie der Kandidat einer "hummanistischen" Partei diese verbessern will, in dem er die Familie steurlich auf Null degradieren will ist einfach nur abscheulich. In dem er die bescheidenen Mittel einer jeden Familie, die sie nicht an den Staat abführen muß auch noch beseitigen will. Und die Familienverantwortung in finanzieller Hinsicht von der individuellen Familie auf den kollektivistischen Staat übertragen will!!! Und die FDP klatscht noch mit !?!?! Warum so viel Worte, Herr Steinbrück? Sagen Sie einfach alles Geld bekommt der Staat (worauf ihre Kollegen von den Linken schon gekommen sind), die Kinder kommen aus dem Mutterleib direkt in die Krippe, die Mütter und Vätter sofort in den Produktivprozess! Bis auf Rassismus oder Klassenkampf erinnern die ganzen politischen Visionen mehr an drittes Reich, die DDR oder 1984. Abscheulich !!!

  • @Osterwelle
    In der Regel gehe ich ja mit Ihnen konform, aber bei diesem Kommentar frag ich mich, ob ich einen Filmriss habe. Wollen Sie die SPD tatsächlich als humanistische Partei bezeichnen?
    Meines Erachtens ist die SPD vom Humanismus soweit entfernt, wie Deutschland von Australien. Es gibt keine Partei, die die Bereitschaft der Menschen zu Solidarität und Nächstenliebe so rückhaltlos missbraucht, wie die SPD. Das ist nicht mal unbedingt Programm, sondern spiegelt den tatsächlichen Egoismus vieler SPD-Wähler wider. Man gibt sich nach außen hin als Gutmensch und billigt jedem seine biologische Existenz zu. Gleichzeitig setzt man dem Begünstigten aber unmenschlich enge Grenzen, innerhalb derer er seine Gegenleistung zu erbringen hat, dass es der Sklaverei sehr nahe kommt. Das als Humanismus zu bezeichnen, ist Heuchelei. Dieser spezielle SDP-Humanismus ist auch nicht selbstverständlich, sondern Mittel zum Zweck, und der ist die Aufrechterhaltung eines vom Kapital gelenkten Staates. Sklavenhalter sind somit die Kapitalisten, nur sind diese nicht die vorgeschobenen Banker oder Wirtschaftslenker. Es sind die Aktionäre und Teilhaber, die sich wiederum Wölfe halten, damit sie die Sklaven antreiben, während die eigentlichen Kapitalisten sich ihre weiße Weste erhalten und dabei die Sklaven infiltrieren. Sklaven sind aber nur diejenigen, die mit nichts zur Welt kommen und nie zur Teilhaberschaft aufsteigen können. Gerade das betreibt aber die SPD, indem sie auf eine Steuer- und Abgabenlast orientiert, mit der niemand wirklich zum Teilhaber wird.
    Normalerweise sollte sich das in einer Demokratie über die Mehrheitsverhältnisse regeln. Die SPD-Wähler lassen sich aber vom SPD-Humanismus derart blenden, dass sie gar nicht erkennen können, was Humanismus eigentlich bedeutet. Sie sind so auf Überleben, Funktionieren und Dienen fixiert, dass sie dabei glatt übersehen, was Leben eigentlich ist oder mit den heutigen Möglichkeiten zumindest sein könnte.

  • die Spd arbeitet immer nach dem Motto, links blinken, rechts abbiegen. Jetzt werden große Versprechungen gemacht, z.B. das alle Teilzeit arbeiten dürfen nachher und dann knickt man vor der Wirtschaftslobbie ein und kreiert ein Monster namens Vollzeitarbeitende Niedriglöhnern mit Kind in der 49Std-Woche-Krippe.

    Rot-Grün hat Schuld, dass immer mehr Frauen im Niedriglohnsektor arbeiten und ausgebeutet werden. Da ist es nur konsequent den nächsten Schritt zu wagen und noch merh Frrauen in den Billiglohnsektor in Vollzeit reinzuschubsen. Dahin tendieren wir nämlich.

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