Farbenwechsel
Ex-Grüner Metzger in CDU aufgenommen

Der ehemalige Grünen-Spitzenpolitiker Oswald Metzger ist jetzt Mitglied der CDU. In seiner neuen Partei hat er ehrgeizige Ziele.

HB BAD SCHUSSENRIED. Der Vorstand des Kreisverbands Biberach stimmte der Aufnahme auf einer Sitzung im baden-württembergischen Bad Schussenried mit Mehrheit zu. Über das Abstimmungsverhältnis machte der Vorstand keine Angaben. 21 Mitglieder waren stimmberechtigt.

Metzger sagte nach der Sitzung: „Ich bin damit zufrieden und habe nichts anderes erwartet.“

Ende März hatte der 53-Jährige den geplanten Parteiwechsel in seinem früheren Wahlkreis Biberach bekanntgegeben. Er kündigte zugleich an, sich für die Union bei der nächsten Bundestagswahl 2009 wieder um ein Mandat bewerben zu wollen. Ende November war er nach mehr als 20 Jahren bei den Grünen ausgetreten und hatte dies vor allem mit der Sozialpolitik der Partei begründet.

Metzgers Aufnahme in die Partei war wegen seiner nicht abgesprochenen Forderung nach der Bundestagskandidatur lange umstritten. Selbst vor der Führung der Südwest-CDU hatte der Streit nicht Halt gemacht. Landeschef und Ministerpräsident Günther Oettinger wollte im März laut Pressebericht Metzgers Aufnahmewunsch öffentlich begrüßen, sei aber in einer Telefonkonferenz von Landtagsfraktionschef Stefan Mappus gestoppt worden. Die Landes-CDU wollte sich nicht einmischen, weil sie eine Trotzreaktion des Kreisverbandes fürchtete, hieß es hinter den Kulissen.

Der CDU-Direktkandidat für den Wahlkreis Biberach wird am 1. Juli nominiert. Der Finanzexperte Metzger schätzte seine Chancen „50 zu 50“ ein, dass es mit der Nominierung klappt. Der Wahlkreis wurde 2005 von dem CDU-Kandidaten Franz Romer mit 52,4 Prozent der Erststimmen gewonnen. Der 66-jährige ehemalige Betriebsratsvorsitzende will aber zur Bundestagswahl 2009 nicht mehr antreten. Für seine Nachfolge gibt es CDU-intern mehrere Bewerber.

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